2012 bislang 113 Flüchtlinge aufgenommen – Mehr Familien

Neue Wohnungen für Asylsuchende im Kreis

Hersfeld-Rotenburg. 113 Asylsuchende – und damit so viele wie seit langem nicht mehr – sind bis Anfang Dezember 2012 im Landkreis Hersfeld-Rotenburg aufgenommen worden, 73 davon seit Juli. Die meisten waren es im November, nämlich 27.

Um alle zugewiesenen Flüchtlinge unterbringen zu können, sind zusätzlich zu den Gemeinschaftsunterkünften in Bad Hersfeld und Kirchheim neue Wohnungen angemietet worden – drei in Bad Hersfeld, vier in Rotenburg und eine in Kirchheim. Alle Asylsuchenden, die schon länger im Kreis leben, versucht der Kreis auf dem freien Wohnungsmarkt unterzubringen. „Das schafft Kapazitäten“, so Frank Hildebrand, Fachdienstleiter Migration. Noch gebe es keinen Unterbringungsnotstand, aber „ins Schwitzen“ käme der Kreis schon.

Szenarien wie in manchen Großstädten, wo Flüchtlinge in Turnhallen untergebracht werden müssen, schließt Hildebrand aus. Im Notfall könne der Kreis auf Pensionen oder Hotels zurückgreifen.

Zugewiesen werden den Städten und Landkreisen die Flüchtlinge über ein bundesweites Quotensystem, entscheidend kann aber auch die Familienbindung sein. Für die Verteilung von Asylsuchenden in Hessen ist das Regierungspräsidium Darmstadt zuständig. Die Erstaufnahmeeinrichtung für Hessen befindet sich in Gießen. Pro Asylbewerber bekommt der Kreis vom Land eine Kostenpauschale, trotzdem legt dieser laut Hildebrand derzeit drauf.

Die meisten Flüchtlinge im Kreis stammen aus Afghanistan, Pakistan, Eritrea und Somalia, aber auch aus dem Iran und Irak. Für die Zukunft werden weitere Flüchtlinge aus Syrien erwartet.

Während früher vor allem alleinstehende Männer kamen, waren es zuletzt vermehrt Familien. Unter den 113 Asylsuchenden waren etwa 20 Kinder. Der Kreis versucht, vor allem die Familien in Wohnungen unterzubringen. Zum Tage, HINTERGRUND

Von Nadine Maaz

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