Hersfelder Lions-Club, Rotary Club sowie private Spender bringen enorme Summe auf

Neue Stühle fürs Orchester

Nur zwei von den 30 neuen Orchesterstühlen: Christoph Wohlleben, Helgo Hahn, Dr. Wolfgang Winges (Lions-Club), Ursula Gesser, Dr. Jürgen Siegel (Rotary Club), Werner Winges und Annelie Hopt (von links) testen die Neuanschaffungen. Foto: Spanel

Bad Hersfeld. Neben seinem Instrument ist die Sitzgelegenheit das wichtigste Utensil für einen Musiker. Davon ist Christoph Wohlleben, der musikalische Leiter des Festspielorchesters, überzeugt. „Leider waren die Stühle im Orchestergraben der Stiftsruine bislang in einem jämmerlichen Zustand“, sagt Wohlleben. Die Musiker hätten auf alten Schalenstühlen sitzen müssen, die nicht nur verwittert gewesen seien, sondern auch ergonomischen Ansprüchen nicht mehr genügt hätten. Den abgesteckten Kostenrahmen von 10 000 Euro für eine Neuanschaffung von 30 Stühlen habe der Festspieletat aber nicht zugelassen.

Spontane Unterstützung erhielt das Festspielorchester nun von der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine mit dem Vorsitzenden Helgo Hahn, der Bad Hersfelder Sektion des Lions-Clubs sowie dem örtlichen Rotary Club. Die drei Organisationen beteiligten sich zu je einem Viertel an der Gesamtsumme. Der Restbetrag für die neuen Orchesterstühle konnte mithilfe der privaten Spender Annelie Hopt (Ahorn-Apotheke, Rotenburg), Ursula Gesser (Lehrerin), Werner Winges (Architekt) sowie Dr. Hildegund Schafft-Michl (Ärztin) annähernd aufgebracht werden.

Persönlich überzeugt

Alle Spender überzeugten sich nun persönlich vor einer „Show Boat“-Aufführung von der Qualität der von einer Spezialfirma angefertigten 30 Sitzgelegenheiten. „Sogar das Bolschoi-Theater in Moskau ist mit Stühlen dieser Machart ausgestattet“, erklärte Christoph Wohlleben. „Qualität hat ihren Preis, und diese Stühle werden mit Sicherheit 15 Jahre halten.“

Helgo Hahn betonte, dass der Festspieletat mit dieser Aktion entlastet worden sei. „Trotzdem fallen Anschaffungen für die Ausstattung in die Verantwortung der Bad Hersfelder Festspiele und sind nur in Ausnahmefällen über eine Spendenaktion möglich.“

Von Emily Spanel

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