Auf dem Gelände der „Alten Ziegelei“ in Bad Hersfeld sollen zwei Wohnanlagen entstehen

Neue Häuser ganz versteckt

Ein verstecktes Stück Alt-Hersfeld: Auf dem Gelände der „Alten Ziegelei“ zwischen Gerwigstraße und Stresemannallee sollen zwei Wohnhäuser und eine Tiefgarage entstehen. Der Bauausschuss ließ sich jetzt an Ort und Stelle über das Projekt informieren. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Zwei Häuser mit jeweils zehn Wohnungen, verbunden durch eine Tiefgarage, plant der Heinebacher Architekt Heinz-Wilfried Jähnert für das Gelände der „Alten Ziegelei“ in Bad Hersfeld. Darüber informierte Johannes van Horrick, Leiter der städtischen Bauverwaltung, jetzt den Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt bei einer Ortsbesichtigung.

Die „Alte Ziegelei“ ist einer jener versteckten Orte in der Bad Hersfelder Kernstadt, den auch mancher Einheimische nicht kennt. Das Areal liegt nämlich „in zweiter Reihe“ hinter der jeweiligen Bebauung an der Einmündung der Stresemannallee in die Gerwigstraße.

Kein Denkmal mehr

Auf dem Gelände befinden sich derzeit noch zwei zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtete Backsteinbauten und eine Garagenzeile. Das alles soll den Neubauten weichen. Kein Problem, denn auch der Denkmalschutz hat hier kein Interesse mehr. Die Altbauten waren zwar in der Denkmaltopographie des Landesamtes enthalten, sind aber mittlerweile herausgenommen.

Die Grundstückseigentümer aus Bremen sind laut van Horrick an einem Verkauf interessiert.

Architekt Jähnert hat für die langgezogene Fläche zwei Wohnanlagen mit barrierefreien Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen entworfen, die links und rechts am Rand gebaut werden.

Über bisherige Zufahrt

In der Mitte ist die Tiefgarage mit einem begrünten Dach vorgesehen. Zudem sind mehrere Carports geplant.

Die Zufahrt zu beiden Häusern erfolgt über die bereits bestehende Grundstückseinfahrt am Ende der Stresemannallee.

Einen rechtsgültigen Bebauungsplan gibt es für diesen Bereich allerdings noch nicht. Folglich müssen die Bad Hersfelder Stadtverordneten in ihren nächsten Sitzungen das erforderliche Baurecht durch die entsprechenden Beschlüsse erst noch herstellen.

Erkennbaren Widerstand gegen das Vorhaben gab es in der Ausschusssitzung jedoch nicht.

Von Karl Schönholtz

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