Ganzjährige Präsentation zur Geschichte und Bedeutung der Festspiele geplant

Neue Freunde der Ruine

Aufbruchstimmung: Helgo Hahn (links) vermittelte im Kapitelsaal als erster Vorsitzender der Stiftsruinenfreunde bei deren Hauptversammlung lebendig neue Vorhaben. Foto: Sennewald

Bad Hersfeld. Mit Informationen zu vielen neuen Vorhaben war die Hauptversammlung der Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine gespickt. Nachdem der erste Vorsitzende Helgo Hahn im Kapitelsaal des Museums, der Galerie im Stift, ein positives Fazit für das zurückliegende Jahr gezogen hatte, wurde das Hauptaugenmerk auf das Projekt einer ganzjährigen Präsentation der Festspiele gerichtet.

Die Ruinenfreunde planen auf eigene Kosten zwei professionelle Entwickler aus dem heimischen Raum zu beauftragen, um den politischen Entscheidungsträgern ein tragfähiges und inhaltlich fundiertes Konzept für das letztlich kommunale Vorhaben vorlegen zu können.

Angeregt von einem breiten Votum der Mitglieder der Gesellschaft reagierte Bürgermeister Thomas Fehling spontan positiv und forderte den Vorstand auf, sich an den Magistrat zu wenden, um die notwendige Abstimmung im Vorfeld einer Entwurfsbeauftragung durch den Verein kurzfristig in Gang zu setzen.

Thema populär vermitteln

Eine Dauerpräsentation der Festspiele nahe der Stiftsruine soll zum einen auf die beeindruckende Geschichte der Festspiele und auf ihre heutige Bedeutung verweisen. Und sie soll natürlich auch vertriebliche Anreize schaffen, indem das jeweils aktuelle Programm adäquat vorgestellt wird. Konzeptionell soll es dabei weniger um eine museale Darstellung gehen, vielmehr soll das Thema populär vermittelt werden.

Bei der Kommunal- und Bürgermeisterwahl hatten sich alle Parteien und Persönlichkeiten für eine ganzjährige Festspielpräsentation ausgesprochen. Wunsch der Ruinenfreunde ist es allerdings, dass das Thema, das aus ihren Reihen angeregt worden war, weiterhin sachbezogen und nicht etwa parteipolitisch behandelt wird.

Anknüpfen wird der Verein an die zuletzt frischere Präsentation der Festspielpreisverleihung, die gemeinsam mit der Stadt in diesem Jahr am 8. Juli in der Stiftsruine ausgerichtet wird.

Ein Wiedersehen arrangiert die Gesellschaft mit Edda Pastor und Patrik Fichte, die am 22. Juli in der Aula der Konrad-Duden-Schule ihr Programm Begegnungen präsentieren werden. Der Vorverkauf beginnt in Kürze.

Picknick mit Bühne

Im letzten Drittel der Festspielzeit kann sich die Gesellschaft der Freunde vorstellen, zu einem Festspiel-Picknick aufzurufen. Dazu könne jeder etwas zu essen und zu trinken mitbringen und es soll eine kleine Bühne aufgeschlagen werden, auf der sich Festspiel- und andere Künstler „spontan zum Ausdruck bringen können“, heißt es. Es soll auf heiterste Weise angeknüpft werden an ein bürgerlich-familiäres Zusammenkommen, wie es beispielhaft beim so genannten Luther-Frühstück nahe der Stiftsruine im vergangenen Jahr gelungen war.

Übrigens: Die Gesellschaft der Freunde der Stiftsruine ist ein wachsender Verein. In den vergangenen anderthalb Jahren hat es weit über 30 Eintritte gegeben.

Die Kasse ist zwar nicht üppig, aber für eine ambitionierte Arbeit hinlänglich gefüllt, wie Schatzmeister Hans Jürgen Dietz während der Versammlung belegte. (red/nm)

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