Jurist Michael Kranz (30) zum Vorsitzenden des Turnvereins Hersfeld gewählt

Der neue Chef der Turner

Michael Kranz ist der neue Vorsitzende des Turnvereins (TV) 1848 Hersfeld. Foto: Zacharias

Bad Hersfeld. Michael Kranz ist ein überzeugter Vereinsmensch. Der gebürtige Bad Hersfelder ist in Heringen aufgewachsen und war viele Jahr beim TV 03 Heringen als Handballer aktiv. „Das Vereinsleben hat mir immer Spaß gemacht“, erzählt er. Deshalb überlegte er auch, nach seiner Rückkehr nach Nordosthessen nicht nur wieder sportlich aktiv zu werden, sondern sich auch in einem Verein zu engagieren. Seit einigen Wochen ist er nun der Erste Vorsitzende des größten Vereins im Kreis Hersfeld-Rotenburg, des TV Bad Hersfeld 1848 (TVH).

Für den Verein ist der neue Vorsitzende ein Glücksfall. Denn in Anbetracht der Größe des Vereins, der mit der Jahnhalle auch eine große Immobilie besitzt, der dort als Vermieter auftritt, Menschen geringfügig beschäftigt und über eigene Fahrzeuge verfügt, war es den Verantwortlichen klar, dass es sinnvoll wäre, einen Juristen für den ehrenamtlichen Posten zu gewinnen.

Suche gestaltete sich schwierig

Die Suche gestaltete sich auch für den 1600 Mitglieder starken Verein schwierig. Denn obwohl Ulrich Dähn, der bisherige Vorsitzende, schon seit Jahren signalisiert hatte, sein Vorstandsamt abgeben zu wollen, fand sich niemand mit den geeigneten Qualifikationen und vor allem der Bereitschaft, ein Ehrenamt, das mit so viel Verantwortung und Arbeit verbunden ist, zu übernehmen. Zum Jahresende 2014, so hatte Dähn nun deutlich gemacht, sei endgültig Schluss. 22 Jahre hat er den TVH als Vorsitzender geführt.

Als Michael Kranz von einem Kollegen von der Suche des TVH nach einem Vorsitzenden erfuhr, fühlte er sich angesprochen, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal Mitglied des Vereins war. Ausführliche Gespräche mit Vorstandsmitgliedern folgten, dann fiel die Entscheidung. Michael Kranz trat bei der Jahreshauptversammlung für das Amt des 1. Vorsitzenden an und wurde gewählt.

Erleichtert wurde ihm die Entscheidung durch das Wissen, dass er einen aktiven, gut eingespielten und inzwischen stark verjüngten Vorstand an seiner Seite hat. Es gibt nicht nur einen Stellvertreter, sondern auch Menschen, die sich um die Finanzen, die Liegenschaften, die Geräte, und den Sportbetrieb kümmern (siehe Hintergrund). „Das ist die seit vielen Jahren gewachsene Vereinsstruktur und funktioniert gut“, versichern der stellvertretende Vorsitzende Werner Hampe und Sportwart Werner Schneider. Entlastet wird der ehrenamtliche Vorstand durch die Geschäftsstelle, die an vier Tagen in der Woche jeweils für zwei Stunden von bezahlten Kräften besetzt ist. Dennoch bleiben mehrere Stunden ehrenamtlicher Arbeit pro Woche für jeden einzelnen übrig. Weitere Texte

Von Christine Zacharias

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