Beleuchtung ist jetzt vorgeschrieben – Nachrüstung empfohlen

Neue Autos fahren auch am Tag mit Licht

Hersfeld-Rotenburg. Neue Automodelle müssen neuerdings mit einem sogenannten Tagfahrlicht ausgestattet sein. Ältere Wagen müssen nicht nachgerüstet werden, jedoch empfiehlt die Deutsche Verkehrswacht die Nachrüstung auch für ältere Modelle.

Rainer Nemnich, Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht, sagte auf Nachfrage, man begrüße es, wenn auch ältere Modelle nachgerüstet würden, fordere dies aber nicht. „Sehen und gesehen werden ist besonders in der dunkleren Jahreshälfte wegen der schwierigen Lichtverhältnisse wichtig“, sagte Nemnich. Er weist darauf hin, dass auch Motorradfahrer wegen der besseren Erkennbarkeit mit Beleuchtung fahren. Die „Dauerlichteinschaltung“ gilt für sie bereits seit 20 Jahren.

Weniger Stromverbrauch

Das energiesparende Tagfahrlicht schaltet sich mit dem Motor an und ab. Rainer Nemnich erklärt, dass das Tagfahrlicht dem Abblendlicht vorzuziehen sei, weil es einen geringeren Stromverbrauch verursache, was letztlich auch Sprit spart.

Die Verkehrswacht betont, dass Autos mit Tagfahrlicht wesentlich besser wahrgenommen würden. „Dies ist auch ein großer Sicherheitsgewinn für Fußgänger und Radfahrer, da sie die Geschwindigkeit von Autos viel besser einschätzen können.“ In den skandinavischen Ländern habe man schon vor Jahren die Vorteile des Tagfahrlichts erkannt.

Die Europäische Kommission hatte beschlossen, die Ausrüstung aller neuen Kraftfahrzeugtypen mit Tagfahrleuchten ab 2011 zur Pflicht zu machen, um auf diese Weise die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hatte das seit Jahren gefordert.

Drei Prozent aller Unfälle könnten laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen durch das Tagfahrlicht vermieden werden.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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