Keine einfachen Lösungen für die Verkehrssituation am Schillerplatz in Bad Hersfeld

Neue Ampel soll helfen

Gefahrenpunkt: Die Kreuzung Wever-Straße, Bahnhofstraße und Friedloser Straße.

Bad Hersfeld. Den Seilerweg wieder für den Verkehr in die Innenstadt öffnen? Die gesamte Kreuzung am Schillerplatz in einen Kreisel umbauen? Mit diesen und anderen Fragen war die Stadtverordnetenfraktion von SPD und Grünen angetreten, um die problematische Verkehrssituation in diesem Bereich zu verbessern.

Auslöser war die derzeitige Verkehrsführung aus Richtung Klinikum über die Wilhelm-Wever-Straße. An der Kreuzung mit Bahnhofs- und Friedloser Straße kommt es immer wieder zu riskanten Abbiegvorgängen und viel zu oft zu Unfällen.

Riegel vorgeschoben

Dem hehren Ansinnen der Stadtpolitiker musste im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt allerdings ein Riegel vorgeschoben werden: Im Technischen Rathaus hatte man sich des Themas nämlich längst angenommen. Ergebnis nach der Begutachtung durch ein Fachbüro und Gesprächen mit Hessen mobil: Weder die Öffnung des Seilerwegs noch ein Kreisel wären genehmigungsfähig.

Die Experten gehen bei ihren Überlegungen nämlich nicht nur vom Ist-Zustand aus, sondern berücksichtigen auch Prognosen. Der erwarteten Zunahme des Verkehrs um zehn Prozent innerhalb der nächsten zehn Jahre wäre folglich kein Kreisel gewachsen, und eine zusätzliche Ampelphase für den Seilerweg würde die Wartezeiten insgesamt unzumutbar erhöhen.

Teil-Lösung

Das leuchtete im Ausschuss zwar nicht allen Stadtverordneten ein. Doch die Fraktionen dürfen sich nun anhand des Gutachtens selbst davon überzeugen, dass ihre Ideen nicht funktionieren.

Martin Bode, Leiter des Fachbereichs Technische Dienste, hatte jedoch eine Teil-Lösung der Problematik anzubieten. Die Kreuzung der Wever-Straße mit Friedloser und Bahnhofsstraße soll mit einer Lichtzeichenanlage ausgestattet werden.

Diese würde nicht nur nach Ansicht der Fachleute für Entlastung sorgen, sondern auch eine Forderung der Polizei erfüllen, die der Stadt in diesem Bereich bereits Handlungsbedarf signalisiert hat.

Von Karl Schönholtz

Kommentare