In Waldhessen nur zehn Orte noch ohne Breitbandversorgung

Das Netz ist schnell – fast überall im Kreis

Hersfeld-Rotenburg. „Die Grundversorgung mit breitbandigen Internetzugängen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist abgeschlossen.“ Das hat Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt bei einer Pressekonferenz am gestrigen Freitag im Landratsamt in Bad Hersfeld erklärt.

Gemeinsam mit dem Landkreis sowie dessen Wirtschaftsförderungsgesellschaft sei es den Kommunen gelungen, die Zahl der nach Definition unterversorgten Ortsteile auf nunmehr zehn zu verringern. Überall sonst stehen Zugänge zwischen einem und 16 Megabit Datenmenge pro Sekunde zur Verfügung, berichtete Corinna Zehender, Breitbandberaterin für Nordhessen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises.

Seit 2009 bemüht sich der Kreis nach eigener Darstellung darum, flächendeckend breitbandige Internetverbindungen im Kreis anzubieten. Schmidt: „Das ist ein Standortfaktor im ländlichen Raum.“ 15 der 20 Kommunen im Kreis hätten sich der kreisweiten Lösung angeschlossen. Cornberg, Neuenstein und Alheim waren nach einheitlicher Definition bereits flächendeckend versorgt, Philippsthal und Heringen suchten eigene Lösungen. An der Ausschreibung der 15 Kommunen beteiligten sich zehn Anbieter. In zehn Fällen entschieden sich die Städte und Gemeinden für das Angebot des Unternehmens OR Network (Grünberg). Förderanträge wurden positiv beschieden.

Erst Kabel, dann Funk

OR-Network-Geschäftsführer Oliver Seitz erläuterte das Prinzip: Per Glasfaserkabel, die die E.ON an Umspannwerken zur Verfügung stellt, kommen die Daten an zentralen Verteilungspunkten an: etwa auf dem Eisenberg, dem Soisberg oder auch auf Windrädern. Von dort bestehen Funkverbindungen zum Kunden. Da immer mehrere zentrale Verteilungspunkte vorhanden seien, sei die Verbindung auch zuverlässig, betonte Oliver Reitz. ZUM TAGE, SEITE 2

Von Rainer Henkel

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