Fraktion kritisiert Konzertpläne der Festspiele

NBL: „Kulturfrieden“ in der Stadt wahren

Bad Hersfeld. Den „Kulturfrieden“ in Bad Hersfeld zu wahren lautet der Appell der Stadtverordneten-Fraktion Neue Bürgerliste (NBL) an den Magistrat und Festspielintendant Holk Freytag. Anlass ist die Ankündigung des Intendanten, in der Spielzeit 2014 die Wiener Sängerknaben nach Bad Hersfeld holen zu wollen.

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„Es ist ausschließlich Sache des Magistrates, wie er es bewertet, dass der Intendant, dessen aktueller Vertrag bis zum Jahr 2013 läuft, in der Öffentlichkeit Pläne für das Jahr 2014 vorstellt, ohne zuvor auch nur mit den städtischen Gremien gesprochen zu haben“, stellt NBL-Fraktionsvorsitzender Michael Bock nochmals die Zuständigkeit des Magistrats für die Frage einer Vertragsverlängerung heraus.

„Es geht aber alle Stadtverordneten etwas an, wenn sehenden Auges ein Konflikt mit dem Arbeitskreis für Musik (AfM) heraufbeschworen wird, dem nach einer vertraglichen Vereinbarung mit der Stadt die Zuständigkeit für derartige Musikveranstaltungen während der Festspielzeit zusteht“, kritisiert Bock die Ankündigung des Intendanten.

Die NBL habe selbst die kompromisslose Haltung des AfM wiederholt deutlich kritisiert und sich eine bessere Zusammenarbeit mit den Festspielen gewünscht. Das ändere aber nichts an dem bis zum Jahr 2015 laufenden Vertrag mit dem Opernveranstalter, den man zwar als großen Fehler und Altlast betrachte, andererseits aber anerkennen müsse.

„Unser Festspielintendant kennt die Verhältnisse, an die alle gebunden sind“, so Bock. Deshalb mache es keinen Sinn, sich öffentlich darüber zu beklagen und dem AfM Anlass für einen weiteren Rechtsstreit gegen die Stadt zu geben.

In einem Schreiben an den Magistrat bittet die NBL deshalb darum, dass umgehend klargestellt wird, dass es nur in Absprache mit dem Vorstand des AfM Musikveranstaltungen der Festspiele in dem dem AfM vorbehaltenen Bereich geben könne. (red/ks)

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