Aber auf Alternativroute – Stadt plant Beschwerde

Nazi-Aufmarsch in Hünfeld genehmigt

Hünfeld. Die NPD-Jugendorganisation JN wird morgen, Samstag, sehr wahrscheinlich in Hünfeld aufmarschieren: Das Hessische Verwaltungsgericht in Kassel hat am Donnerstagmittag dem Widerspruch der JN stattgegeben; zuvor hatte die Stadt Hünfeld eine Verbotsverfügung gegen die beantragte Demonstration erlassen.

Dagegen wird die Stadt zwar auch noch einmal Beschwerde einlegen, die Chancen stehen allerdings schlecht. Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel erklärte zur Entscheidung des Gerichts: „Die Stadt hat durch ihre umfangreiche Verbotsverfügung zumindest einen Teilerfolg erringen können. Auch wenn die Argumentation der Stadt nach Auffassung der Richter kein vollständiges Verbot der Veranstaltung trägt, hat das Gericht doch festgelegt, dass die Veranstaltung nur auf einer Alternativroute stattfinden kann.“ Damit sei zumindest das Schlimmste verhütet, nämlich dass die Jungen Nationaldemokraten ihren Aufmarsch vorbei an der früheren Synagoge durchführen und sie auf den Gedenksteinen der NS-Opfer herumtrampeln.

Um eine Gegendemo zu organisieren, hat sich in der Region ein Aktionsbündnis gegen Rechts zusammengefunden. Auch aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg sind Gruppen dabei (unsere Zeitung berichtete). Wegen der Demos kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen. (jg) Seite 5

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