Bad Hersfeld: Hochwasserschutz und Renaturierung zwischen Bootshaus und Wehr

Natur-Paradies an der Fulda

Ein neuer „Altarm“ für die Fulda: Bürgermeister Thomas Fehling, Martin Bode, Fachbereichsleiter Technische Dienste und Thomas Schmidt vom Kasseler Büro WAGU (von links) besichtigen die Baustelle im Bereich An der Bleiche. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Ein kleines Natur-Paradies gestalten derzeit die Baumaschinen der Firma Giebel an der Fulda bei Bad Hersfeld: Zum einen wird im Bereich „An der Bleiche“ zwischen Bootshaus und Wehr im Sinne des Hochwasserschutzes eine Flutmulde innerhalb eines künstlichen „Altarms“ der Fulda geschaffen.

Zum anderen geht es dabei auch um Renaturierung und Neugestaltung, denn im seichten, mit Schilf bewachsenem Stillgewässer sollen auch Vögel und Jungfische Lebenräume finden. Hier wird sich auch der örtliche Fischereiverein mit einbringen.

Damit sich das Wasser bei hohem Pegelstand künftig nicht vor dem Wehr staut, wird in einem weiteren Bauabschnitt auf der gegenüberliegenden Uferseite im Bereich ab der Brücke der Berliner Straße eine weitere Mulde geschaffen.

Obwohl die Natur hier in Zukunft Vorrang haben soll, wird das neue Landschafts-Kleinod auch für die breite Öffentlichkeit erlebbar bleiben. So führt ein Weg direkt zum höchsten Punkt des Areals, der den Blick auf den Altarm mit seinem Zu- und Ablauf, auf Schilf und Insel eröffnet. Ein weiterer öffentlicher Weg führt am Rand von der Bleiche bis zum Wilden Wässerchen und dient als Zufahrt zu den dort gelegenen Vereinshäusern.

Genutzt wird die Grünfläche vom benachbarten Betrieb der „Glockenreiter“ als Pferdeweide. Den abgetrennten Bereich zwischen Altarm und Fulda können die Reittiere künftig über eine eigens geschaffene Furt erreichen.

Kosten wird die Neugestaltung knapp eine Million Euro. 80 Prozent davon – genau 750 000 Euro – steuert das Land Hessen als Zuschuss bei.

Von Karl Schönholtz

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