Pegel fällt an Fulda und Werra durch geringe Niederschläge

Natur kommt mit Niedrigwasser klar

Hersfeld-Rotenburg. Nach dem trockenen Winter und dem bislang fast regenlosen Frühjahr, führen viele Flüsse Niedrigwasser, auch Fulda und Werra. An der Rotenburger Messstelle zeigt der Pegel derzeit 1,25 Meter an, in Bad Hersfeld 2,10 Meter. Normal wäre für diese Jahreszeit ein halber Meter mehr.

Die Werra liegt derzeit bei 1,20 Meter (Messstelle Heimboldshausen). Auf die Natur hat das jedoch noch keine negativen Auswirkungen. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Hersfeld-Rotenburgs sieht die geringen Regenfälle in diesem Jahr als Verursacher des niedrigen Wasserstands. Die Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen liegen aber im natürlichen Schwankungsbereich. Schmetterlinge zum Beispiel, die dieses Jahr sehr früh fliegen, profitieren von den geringen Niederschlägen. Andere Arten, die mehr auf Feuchtigkeit angewiesen sind, haben möglicherweise das Nachsehen. Ein Hochwasser, wie vergangenes Jahr im April/Mai, wäre für die Natur mit größeren Folgen verbunden.

„Da das Wasser zurzeit ausschließlich von den Quellen kommt, ist der Pegel entsprechend niedrig“, sagt Heinrich Wacker vom Bereich Umwelt und Stadtplanung der Stadt Rotenburg. „Wenn es in den nächsten Monaten keine anhaltenden Regenfälle gibt, dann werden die Bootsfahrer im Sommer ein Problem bekommen“, sagt Wacker. Ein Jahrhundert-Niedrigwasser sei jedoch nicht zu erwarten. Dafür müssten mindestens zwei Trockenjahre aufeinander folgen. Das K+S-Werk Werra, das einen Teil seiner Abwässer über den Fluss entsorgt, ist auf Trockenphasen vorbereitet. Das Werk kann seine Abwassermengen so steuern, dass die Grenzwerte in Abhängigkeit von der Wasserführung der Werra eingehalten werden. Die Abwässer, die nicht über den Fluss entsorgt werden können, werden gemäß der gültigen Versenkerlaubnis in den Untergrund eingeleitet. HINTERGRUND

Von Miriam Linke

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