Narrenfreiheit – eine Büttenrede

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Narrenfreiheit – eine Büttenrede von Kai A. Struthoff

Im Karneval darf jeder sagen, was sonst wir kaum zu denken wagen. Der echte Narr im Wort ist frei, und Euer Narr heißt heute - Kai.

Wir wollen diese Chance nutzen,
um einmal kräftig durchzuputzen.
In Stadt und Kreis, bei Mann und Maus,
wir lassen dabei kaum wen aus.

Der Landrat ist ein feiner Mann,
der wirklich vieles hat getan.
Doch dabei ist er stets diskret
und meldet sich zu Wort erst spät.
Inzwischen dürfen andere faseln,
und in Gerüchten sich verbaseln.
Ein klares Wort zur rechten Zeit
freut uns und auch die Öffentlichkeit.

Der Sonnenkönig hier im Kreis
hingegen ist nun gar nicht leis’.
Mit Worten schlug der Hardy rüde
rund um sich – ist er Amtes müde?
Das Parlament indes bleibt stumm,
lässt ihn gewähren – das ist dumm.
Was soll das Volk denn davon halten,
wie die da oben schalten, walten!
Im nächsten Jahr ist wieder Wahl,
wahrscheinlich wird das eine Qual.
Lasst uns für neue Leute beten,
die couragierter uns vertreten.

Der Fehling ist ein kleiner Mann,
mit großem Ego tritt er an.
Doch für den Starrsinn der Liberalen,
werden noch unsere Enkel zahlen.

Die CDU ist nicht viel besser,
in diesem Kreis ein trüb’ Gewässer.
Dort schwimmen ein’ge Haie rum,
so mancher kam darin schon um.
Im Finkenweg der Stanitzek,
den kriegt die CDU nicht weg.
Der alte Meister zieht die Strippen,
und lässt dabei auch Jüngere kippen.

Die SPD um Michel Roth, ja,
in Berlin ist sie fast tot.
Warum die hier den Michel wählen?
Vielleicht um ihn damit zu quälen?
Wirtschaftskrise und Hartz-IV:
Probleme gibt’s gewaltig hier,
doch richtig heiß wurd’s für Herrn Roth
in Sachen Hund und dessen …

In Heringen wird’s manchmal fies,
das liegt dann oft an Hänschen Ries.
Jetzt will er’s noch mal richtig wissen,
so mancher würd’ ihn nicht vermissen.
Bei unserem Schutzmann Manni Knoch,
da fragen sich die Leute noch:
Ist er nun Sozi – oder nicht?
Wer behält da die Übersicht?

Ein Roter wie der Manni Knoch,
ist auch der andere Manfred – Koch.
Er möchte gern im Rathaus bleiben,
wer will sich an dem Hünen reiben?
War sonst noch was? – Ach ja, das Eis,
das ist ein richtig großer Sch….
Da sitzen wir auf Salz in Massen,
doch nichts zum Streu’n da – ist’s zu fassen?

Solch schlechte Planung macht mich krank,
fürs Klinikum sag ich drum Dank.
Dort wird man fit - Meter um Meter
jetzt auch mit einem Herzkatheter
Das tolle Ding war hoch umstritten,
doch plötzlich ist’s wie abgeschnitten.
Ich würd’ vor Stolz ihn allen zeigen,
doch oben auf dem Berg – nur Schweigen!

Doch Gott sei Dank gibt’s die HZ,
voll Infos ist sie richtig fett,
statt nur Gerüchte gibt’s hier Fakten
und auch Kritik, heut mal in Takten!

Das ist das Schöne an den Reimen,
sie klingen schlank, fast schon wie Schleimen!
Und doch sagt hier nur Euer Narr,
was viele denken – offenbar.
Drum, liebe Leser, gebt fein Acht!
Die Zeitung hält für Euch die Wacht!
Nicht immer steh’n hier schöne Sachen,
– doch heute dürft ihr herzlich lachen!

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