Prunksitzung des Kathuser Karnevalsvereins mit Eigengewächsen und vielen Gästen

Narren voller Lebensfreude

Überzeugten mit Musikalität und Können: Steffi Richter und die Gardemädchen der Hofgarde der Kathuser Karnevals Vereinigung bei der Prunksitzung in der Solztalhalle. Fotos: Apel

Kathus. Fünf Stunden lang – eine schöner als die andere – frönten die Karnevalisten des Kathuser Karnevalvereins (KKV) am Samstagabend „Gott Jokus“. Die Prunksitzung stand unter dem Motto: „Der Karneval macht alle froh, in Kathus ist das immer so!“

Angefangen beim Einmarsch der Hofgarde und des Elferrats bis hin zum großen Finale versprühten die Narren – allen voran Sitzungspräsident Thomas Schrader – jede Menge Lebensfreude. Das fing schon an mit dem Eröffnungstanz des KKV-Jugend-Tanzmariechens Chiara Wenderoth, das mit Charme und Können für die erste Klatschrakete des Abends sorgte.

Frisch in der Gletscherspalte

Michael Adam eröffnete den Reigen der Büttenredner mit einem Vortrag über einen Familienurlaub in der Schweiz, der damit endete, dass Opa in eine Gletscherspalte geriet. Kommentar von Oma: „Lasst ihn hängen, da bleibt er frisch!“ Aus Rotensee waren die „Sparkling Diamonds“ angereist. Die sportlichen Damen begeisterten mit einem gefühlvollen Tanzfeuerwerk, so dass sich der erste Mann des Elferrats „genötigt“ sah, sie mit „Bützchen“ und Rosen zu belohnen. Die gleiche Belohnung gab’s natürlich auch für die 15-köpfige KKV-Garde. Herr Kaminski (Tobias Kimpel) und Hund Bello (Arik Gebauer) spießten örtliche Begebenheiten auf, unter anderem die Ereignisse rund um das Hochwasser im vergangenen Juli. Zu Gast bei der 36. Prunksitzung waren auch der Präsident des Eiterfelder Carneval Vereins (ECV), Mathias Herber, und das ECV-Prinzenpaar Katharina und Felix. Sie hatten die Showtanzgruppe „Eitrafunken“ mitgebracht. Hubert Wittner aus Eiterfeld berichtete von seinem Wellnessaufenthalt in Oberstaufen, der ihn tagsüber in Sauna und Whirlpool mit herumbaumelnden Körperteilen und zu nächtlicher Stunde mit hungrig umherirrenden Abnehmwilligen konfrontierte. Grandios war die Verwandlungsshow von Stefan Dietrich, der sich mit Hilfe von ausklappbaren „Tapeten“ in sage und schreibe 35 Künstler verwandelte und dafür Riesenapplaus erntete. Ähnlich war es bei Jan-Belà Weinem aus Gelnhausen, der als Balljongleur überzeugte, beim KKV-Tanzmariechen Louisa Schwinn und bei der Gruppe „Firestorm“, die großes Tanzkino bot. Unter dem Motto „Radio Gaga“ verzückten die „Infinities“ mit Interpretationen von Schlagern aus den letzten 50 Jahren.

100. Geburtstag

Absoluter Höhepunkt war die Show der Kathuser Schürzenjäger, die sich zur Feier des 100. Geburtstages von Michael Braun in der „Humm“, der alten Kathuser Kneipe, trafen. Klar, dass da an manche Begebenheit aus jüngeren Tagen erinnert wurde und dass das Ganze mit einem „Hoch auf uns“ gekrönt wurde.

Von Wilfried Apel

Prunksitzung des Kathuser Karnevalsvereins

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