Neue Gedenktafel in der Konrad-Duden-Schule mit Feierstunde übergeben

Namen gegen den Krieg

Mahnung und Erinnerung: Die Namen von 322 Klosterschülern, die im Zweiten Weltkrieg starben, nennt eine neue Gedenktafel in der Konrad-Duden-Schule. Unser Foto zeigt von links Jürgen Krompholz vom Staatlichen Schulamt, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, Matthias Laufer-Klitsch (Vereinigung ehemaliger Klosterschüler), Schulleiterin Susanne Hofmann und Peter Speich von der Modellschule Obersberg. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. An die 322 Klosterschüler, die ihr Leben im Zweiten Weltkrieg lassen mussten, erinnert jetzt eine neue Gedenktafel im historischen Aulagebäude der Alten Klosterschule in Bad Hersfeld.

Am gestrigen 1. September, als sich der Ausbruch dieses Krieges zum 75. Mal jährte, wurde sie im Rahmen einer Feierstunde übergeben. Unter der Überschrift „Namen nennen gegen den Krieg“ hatte Schulleiterin Susanne Hofmann einige prägnante Beispiele zusammengestellt, um zu verdeutlichen, dass auch die furchtbaren Erfahrungen der Genannten nicht ausgereicht haben, um die Menschheit zum Frieden zu bekehren.

Ein Zeichen setzen

„Wir haben uns heute hier versammelt, um eine Mahnung gegen den Krieg auszusprechen, ein Zeichen zu setzen, und das erscheint notwendiger denn je“, sagte Hofmann, auch mit dem Blick auf die gestrige Entscheidung des Bundestags zu Waffenlieferungen an die Kurden.

Die Schüler Tobias Bergmann und Jan Saure unterstrichen dies, indem sie aus Feldpostbriefen und Tagebüchern vorlasen. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt sprach von einem sinnlosen Krieg, in den die Schüler seinerzeit gezogen seien. Zu verdanken ist die Gedenktafel vor allem der Vereinigung ehemaliger Schüler der Alten Klosterschule und der Modellschule Obersberg. Deren Mitglied Erich Weißenberg recherchierte die Namen der Gefallenen, eine langwierige Arbeit, die erst 2013 abgeschlossen wurde.

Mit Unterstützung der Bürgerstiftung des Landkreises Hersfeld-Rotenburg gelang schließlich die Anschaffung der Tafel.

Von Karl Schönholtz

Kommentare