Kathus feiert Karneval und lässt es vier Stunden lang richtig krachen

Närrisch um die Welt

Immer wieder eine Augenweide: Die Hofgarde der Kathuser Karnevalsvereinigung mit ihren schmissigen Tänzen und sportlichen Höchstleistungen. Fotos: Apel

Kathus. Einmal um die ganze Welt, aber am schönsten ist es doch daheim! So könnte das fast schon nüchterne Fazit der knapp vierstündigen, großartigen Prunksitzung der Kathuser Karnevals-Vereinigung (KKV) lauten, zu der die feierlustigen „Wilddiebe“ zum 35. Mal in die Solztalhalle eingeladen hatten.

Angefangen beim Einmarsch der Hofgarde und des Elferrats bis hin zum großen Finale versprühten die Karnevalisten – allen voran Sitzungspräsident Thomas Schrader – jede Menge Lebensfreude. Das fing an mit dem Eröffnungsreigen des KKV-Tanzmariechens Louisa Schwinn, das mit Charme und Können für die erste Klatschrakete des Abends sorgte.

Grün bestrumpft mit Neon

Die jugendlichen, ganz in Schwarz und grün-bestrumpft auftretenden „Flying Steps“ verzückten mit einer von Neonfarben inspirierten Lichtshow, und die Hofgarde zeigte in herrlichen Kostümen, dass sie ganz schön was drauf hat. „Da krieg’ ich immer einen Kloß in den Hals!“ gestand Obernarr Thomas Schrader, ehe er gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Karnevalsverbandes Kurhessen, Frank Altrogge, verdiente Karnevalisten auszeichnete. Anne Rehmet erhielt die Damenbrosche in Silber, Marcel Mähler und Bernd Roth wurden mit dem KVK-Karlsorden geehrt.

Für Kokolores sorgten die „Octopussies“ Petra Kleine-Bardenhorst und Petra Mos als streitsüchtiges Ehepaar („In guten wie in schlechten Tagen kann ich dich nur im Suff ertragen!“), das sich dann aber doch wieder zusammenrauft. Die Putzfrauen Lisbeth (Reiner Mähler) und Swetlana (Michael Barth) rieben sich an „Angie“, dem nicht anwesenden Bürgermeister Thomas Fehling („Der kommt nicht, weil für Kathus kein Geld da ist!“) und ein klein wenig auch an den „Särcher Hummeln“. Arik Gebauer und Tobias Kimpel spießten in Gestalt von Hund „Bello“ und „Herr Kaminski“ örtliche Begebenheiten auf.

Mit lautem „Jabbadabbaduuu“ sowie mit Fred und Barney und Urzeit-Auto steuerten die heißesten Girls der Steinzeit – die „Infinities“ als Familie Feuerstein – die Bühne an. Die „Seulingskometen“ legten eine „Alpengaudi“ aufs Parkett, zu der natürlich auch „Anton aus Tirol“ seinen Part beisteuerte. Absoluter Höhepunkt war die brillante „Coming Home Tour“ der „Kathuser Schürzenjäger“ mit Christian Klein, der sich „live und in Farbe“ die Kehle aus dem Hals sang und der den musikalisch-darstellerischen Aktivitäten der ganzen Crew die Krone aufsetzte. Mit altbekannten Ohrwürmern zogen die junggebliebenen Jungs um die ganze Welt, um letztendlich à la „Sierra Madre“ zu jubeln: „Kathus, ich find dich so geil – Kathus, du bist von uns ein Teil!“

Von Wilfried Apel

Kathus feiert Karneval

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