Hunderte von Frauen feiern ausgelassen bei der Ladies Night in der City Galerie

Nackter Popo und Prosecco

Mit Sekt und Sixpack: Die weiblichen Gäste der Ladies Night in der City-Galerie hatten ihren Spaß und durften sogar mal anfassen. Ob da zuhause jetzt wohl jemand neidisch wird? Fotos: Vera Hettenhausen

Bad Hersfeld. Am Ende des Strips hielt der junge Mann mühsam ein Handtuch vor seinem muskulösen Oberkörper fest. Er wollte doch nicht alles zeigen, was er zu bieten hat. Seinen nackten Popo präsentierte er allerdings gerne auf der Bühne in der City Galerie am Donnerstagabend.

Kreischende, lachende Frauen im Publikum hatten beim genaueren Hinschauen offensichtlich großen Spaß. Zum ersten Mal fand in Hersfeld eine Ladies Night statt. Die hervorragende Geschäftsidee, rechtzeitig vor dem Winterbeginn auf Schnäppchen für den Weihnachtseinkauf aufmerksam zu machen, sei gecovert, gab Philipp Kaufmann vom Stadtmarketingverein zu.

„Warum soll das, was in vielen anderen Großstädten bereits gut angenommen wird, nicht auch bei uns funktionieren?“, hatten sich die Veranstalter gedacht. Der Erfolg gab ihnen Recht. Um 19 Uhr mussten alle Männer die City Galerie verlassen. Es dauerte keine zehn Minuten, dann füllte sich der Eingangsbereich mit mehreren hundert Frauen.

Dass diese nur wegen vielleicht dringend noch benötigter Einkäufe kamen, war nicht anzunehmen. Es lockte wohl eher das Programm, das eine heiße Party versprach. Gleich am Eingang gab es kostenlos Prosecco für alle. Serviert wurden die Gläser von drei Models der Hersfelder Agentur Grace & Beauty, die beim Verteilen bereits so ins Schwitzen kamen, dass sie ihre Oberkörper entblößten. Mehr sollte später noch folgen.

Das Licht in der Galerie wurde heruntergeschaltet und an vielen Ecken wurden Kerzen anzündet. Es lag aber nicht nur am warmen Kerzenschein, dass es immer heißer wurde.

In den folgenden vier Stunden gab es viel zu sehen, nicht nur in den bis 23 Uhr geöffneten Geschäften. Besonders das Programm auf der Showbühne erhitzte die Gemüter. Als erstes traten acht „Elfen“ vom Eichhof, ein Männerballett, in blauen Höschen und blauen Perücken mit silbernen Tops auf, unter denen die Bäuche hervorlugten.

Ob das nun die Ladies sexy fanden oder nicht, sei dahingestellt. Aber die Gruppe heizte mit ihren kreisenden Hüften die Stimmung mächtig an. Richtig zu Sache ging es dann mit den drei Models. Sie ließen sich von den Besucherinnen helfen, aus ihren Cowboy- und Marinekostümen zu kommen und holten sich dann junge Frauen für ihren weiteren Strip auf die Bühne. Erst fiel das Höschen, dann der Slip und zum Schluss auch noch der Tanga. Dabei ließen sie sich einölen und mit Sahne besprühen. Ist ein solches Programm das, was Frauen wollen?

Die, die dabei waren, hatten jedenfalls großen Spaß. Die vom Chef der Cohibar, Harry Ghebru, gemixten Cocktails schmeckten ihnen auch solo gut. Allerdings fehlten die Männer doch – als Tanzpartner. DJ Harald Wendel, Chef der Firma GW events, legte so flotte Musik auf, dass tanzfreudige Frauen dann doch ihren Schatz vermissten.

Von Vera Hettenhausen

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