Höltl Retail Solutions bringt Schülern das Berufsfeld der Informationstechnologie näher

Nachwuchstalente fördern

Kreative Köpfe: Carsten Uffenkamp, Geschäftsführer der Firma Höltl Retail Solutions (hinten links), und seine Mitarbeiter Stefan Neuwirth (vorne links) und Timo Trost (vorne 2. v. l.) entwickeln gemeinsam mit Schülern der Geistalschule und deren Lehrkräften Hans-Georg Groß (hinten 2. v. l.) sowie Gerhard Vater (hinten Mitte) einen Roboter, den sie in einem europaweiten Wettbewerb vorstellen wollen. Foto: Skrzyszowski

Bad hersfeld. Seit Beginn des letzten Schuljahres besteht eine Kooperation der Firma Höltl, die Produkte aus dem Bereich Informationstechnologie für den Einzelhandel vertreibt, mit der Gesamtschule Geistal. Ziel der Zusammenarbeit ist unter anderem eine gemeinsame Teilnahme an dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb „First Lego League“, den es seit den 90er Jahren gibt.

„Wir wollen es bis zur Weltmeisterschaft schaffen“, sagt Carsten Uffenkamp, Geschäftsführer der Firma Höltl Retail Solutions.

Bau eines Roboters

Die Mitarbeiter des Unternehmens Stefan Neuwirth und Tim Trost sowie Hans-Georg Groß, Lehrer an der Geistalschule für Mathematik, Physik und Informatik, unterstützen die sieben jungen Forscher und Entwickler bei der Planung, beim Bau und bei der Programmierung eines Roboters, der beim Regionalentscheid am 20. November in Schmalkalden verschiedenen Aufgaben des Wettbewerbsbüros gewachsen sein und sich gegen die Roboter 12 anderer Teams durchsetzen muss.

Außerdem haben die interessierten Schüler jeweils dienstags in einer freiwilligen Unterrichtsveranstaltung die Möglichkeit, ihre Ideen umzusetzen sowie ihr naturwissenschaftliches und technisches Denken zu schulen. Das erfodert vor allem Kreativität und Zielstrebigkeit.

Talente fördern

Das Projekt ist Teil der Hochbegabtenförderung der Geistalschule, die besonders interessierte und leistungsfähige Schüler vor herausfordernde Aufgaben stellt. „Die Teilnahme an einem solchen Wettbewerb unterschiedlicher Kategorien ist für die Gymnasialzweigschüler verbindlich. Sie können sich den Einsatz ihrer Stärken als besondere Lernleistung bescheinigen lassen“, erklärt Gerhard Vater, Schulleiter der Gesamtschule Geistal.

Des Weiteren dient die Kooperation gleichzeitig der Berufsorientierung, da die Schüler Einblicke in betriebliche Anforderungen erhalten und ihre Kompetenzen unter Beweis stellen können. „Nur die Freude und der Spaß am Beruf führen zum Erfolg“, erklärt Carsten Uffenkamp.

Durch die langjährige Zusammenarbeit mit den Schulen findet das Unternehmen den Kontakt zu geeigneten Praktikanten und Auszubildenden sowie zukünftigen Mitarbeitern. Höltl bietet Ausbildungsberufe zum Fachinformatiker, Informatikkaufmann und Bürokaufmann an. Das Ausbildungsangebot richtet sich an Schulabgänger mit Realschulabschluss, an Fachoberschüler der entsprechenden Fachrichtung und Abiturienten.

Know how ist gefragt

Im Bereich Informatik sind vor allem technisches Know-How sowie gute Leistungen in Mathematik, Physik und Englisch gefragt. „Da wir ausschließlich für den eigenen Bedarf ausbilden, ist die Übernahmequote nach der abgeschlossenen Ausbildung hoch“, ergänzt der Geschäftsführer.

Der Kontakt zwischen der Firma Höltl Retail Solutions und der Gesamtschule Geistal kam durch eine Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Schule/Wirtschaft zustande (wir berichteten), der zu einer dauerhaften Kooperation beider Projektpartner geführt hat. Ein weiteres Ziel ist es, das Projekt zur Förderung von Nachwuchstalenten durch Fachkräfte jährlich zu etablieren.

Von Nina Skrzyszowski

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