Feuerwehr-Dienstversammlung: Landrat lobt die Einsatzkräfte und forciert Werbung

Nachwuchs in Schulen werben

Dr. Karl-Ernst Schmidt

TANN. „Die Sicherstellung des örtlichen Brandschutzes ist eine Pflichtaufgabe der Städte und Gemeinden“, betonte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt während der Dienstversammlung der Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren in der Besengrundhalle in Tann.

Diese Aufgabe erfüllen laut Schmidt im Auftrag der Kommunen die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren. Die würden sich neben den Brandschutz auch in den Bereichen Hilfeleistungen, Rettung und Bergung und somit auch im Katastrophenschutz des Landkreises ehrenamtlich engagieren.

Der Landrat lobte die Arbeit der Einsatzkräfte in den Feuerwehren und der Leitstelle, die durch blinde Alarme immer wieder in ihrer Tätigkeit behindert würden. Solche Beeinträchtigungen verfolge der Kreis bis hin zu Strafanzeigen.

Betroffen seien die Feuerwehren auch von der demografischen Entwicklung. Die Mitgliederzahl habe im vergangenen Jahr wohl zugenommen, doch ein Minus von 143 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren sei mehr als alarmierend.

Die Nachwuchswerbung müsse schon in den Schulen beginnen. Erfolgversprechend sei dazu ein Projekt des Landkreises angelaufen, das die Zusammenarbeit zwischen den Schulen, den Feuerwehren und anderen Organisationen fördere.

Positives Gesetz

Positiv werde sich nach den Worten des Landrats ein Bundesgesetz auswirken, das noch im Dezember 2010 beschlossen wurde. Danach dürfen Feuerwehrleute künftig Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Jetzt fehlten nur noch die Ausführungsbestimmungen der Länder.

„Den ersten Leistungstest haben Sie bestanden.“ Mit diesen Worten hatte der Ludwigsauer Bürgermeister Thomas Baumann die Versammlungsteilnehmer nach dem Aufstieg vom Parkplatz zur Besengrundhalle in Tann begrüßt. Der Verwaltungschef würdigte die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren, die ehrenamtlich funktioniere. Auf die Kommunen kommen laut seiner Aussage in den nächsten Jahren drei Probleme in der Zusammenarbeit mit den Feuerwehren zu: die Prüfungen der Unfallkasse, der Digitalfunk und die Nachwuchssicherung.

Teilnehmer der Dienstversammlung waren neben den Führungskräften der Feuerwehren, den Bürgermeistern und Beigeordneten der Städte und Gemeinden mehrere Gäste aus Verwaltung, Kirche und Hilfsorganisationen. Statistik

Von Herbert Vöckel

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