Ein alternativer Osterspaziergang durch Bad Hersfeld fand am Karsamstag statt

Nachhaltiges Osterfest

Alternativer Osterspaziergang: Die frischen „Bio-Eier“, selbstverständlich mit Zertifikat, fanden reißenden Absatz (oben). Der Kunstverein präsentierte die Ausstellung „Schau mich an“ in der ehemaligen Metzgerei „Gronich“ Magdalena Gremm (rechts) eröffnet die Ausstellung.

Bad Hersfeld. Ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit stand am Karsamstag der „Alternative Osterspaziergang“ durch die Bad Hersfelder Innenstadt.

Ziel der Veranstalter, darunter die Friedensinitiative Bad Hersfeld, die örtliche Attac-Gruppe sowie der Weltladen, war es, aufzuzeigen, was sich in Bad Hersfeld bereits an zukunftsfähigen ökologischen und ökonomisch fairen Initiativen entwickelt hat. Entlang ihres Weges durch die Fußgängerzone informierten sich die Spaziergänger über erfolgreich umgesetzte nachhaltige Projekte und Geschäftsideen.

Energie und Klimaschutz

Treffpunkt und Auftakt war der „e-Punkt“ im Stadthaus am unteren Ende der Fußgängerzone. Dort gab Guido Spohr einen Einblick in die Klimaschutzaktivitäten der Stadt und stellte das „Rundum-Angebot“ zum Thema Energie und Klimaschutz vor, das Stadt, Verbraucherzentrale, Stadtwerke und „Bürger-Energie-Hersfeld eG“ im „e-Punkt“ als zentrale Anlaufstelle gebündelt haben.

Michael Held, einer der Initiatoren des Osterspaziergangs, nutzte die Gelegenheit, dazu aufzurufen, das Beratungsangebot auch anzunehmen. Im Second-Hand-Laden „farbecht“ kann hochwertige Mode aus zweiter Hand erworben werden. Wie Mitinhaberin Dagmar Scheiblich erklärte, würden dadurch nicht nur wertvolle Ressourcen geschont – man denke nur an den hohen Wasserverbrauch für die Baumwollerzeugung – sondern auch der Verbrauch an Chemikalien, die in der Textilindustrie in großem Maßstab verwendet werden, würde so deutlich reduziert. Vor dem Weltladen standen auf einen bunten Ostermarkt ökologisch erzeugte und fair gehandelte Produkte zum Verkauf.

Mit der Thematik Umgang mit Tieren setzte sich eine Ausstellung des Kunstvereins mit dem Titel „Schau mich an“ auseinander. In der ehemaligen Metzgerei Gronich zeigte die Malgruppe eine Reihe von Tierportraits, die den Betrachter direkt anzublicken scheinen. Über den bewusst herbeigeführten Kontrast – niedliche Tierbilder in einer ehemaligen Metzgerei – soll die Ausstellung auf sanfte, aber hinterhältige Art zum Nachdenken über unserem Umgang mit Tieren, insbesondere der würdelosen Massentierhaltung, anregen, so Magdalena Gremm, die Leiterin der Malgruppe. Über zahlreiche weitere Anlaufpunkte ging es weiter zum IKUZ in der Burggasse, wo es für die Teilnehmer erst einmal etwas Warmes gab. Zum Abschluss konnten Interessierte noch einen exklusiven Blick ins neue Buchcafé am Brink werfen, wo noch fleißig für die Eröffnung am 18. April gewerkelt wird.

Von Thomas Landsiedel

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