„White Horse Theatre“ gastierte an Beruflichen Schulen mit Stück über Fremdenfeindlichkeit

Nachbarn mit Fangzähnen

Blut auf den Lippen und Englisch auf der Zunge: Die Darsteller des „White Horse Theatre“ in Aktion. Foto: privat

Bad Hersfeld. Vier Schauspieler des „White Horse Theatre“ aus Soest-Müllingsen spielten gastierten in der Aula der Beruflichen Schulen mit dem von ihrem Direktor Peter Griffith verfassten, englischsprachigen Stück „Neighbours with Long Teeth“.

Die Geschichte handelt von Mr. und Mrs. Smith, die zusammen mit ihrem Sohn Rick in einem respektablen Stadtviertel leben, in dem viel Wert auf Äußerlichkeiten und gesellschaftliches Ansehen gelegt wird. Die überfürsorglichen Eltern wünschen sich für ihren einzigen Sohn nur das Beste, wohingegen Rick ganz andere Vorstellungen von seinem Leben hat.

Blut aus Flaschen

Mr. und Mrs. Smith sind entsetzt, als sie ihre neuen Nachbarn kennen lernen – waschechte Vampire! Sohn Rick fühlt sich sofort zum Vampirmädchen Phylthia hingezogen – sehr zum Missfallen seiner Eltern. Diese haben große Vorurteile gegenüber den ungewöhnlichen Nachbarn und setzen alles daran, die Beziehung der beiden jungen Leute zu unterbinden. Rick hingegen versucht seine Eltern davon zu überzeugen, dass die neuen Nachbarn ungefährlich seien, da sie – wie es sich für moderne Vampire gehört – Blut nur aus Flaschen beziehen. Lediglich der Vampirvater, Count Spatula, ist noch ein traditioneller Vampir, der echtes Menschenblut bevorzugt und immer nach neuen Opfern Ausschau hält. Eines dieser Opfer war die Schülerin Aitimad Tonzli aus der Fachoberschulklasse 12 FOGa, die zu Count Spatula in den Sarg steigen musste.

Nicht nur diese Szene, sondern auch die zahlreichen Verwicklungen erheiterten das Publikum und ließen das humorvolle Stück mit ernstem Hintergrund, gespielt von hervorragenden Schauspielern, zu einem wahren Seh- und Hörgenuss werden.

Mehrere Lösungen

Am Ende der Vorführung wurden den Zuschauern mehrere Lösungsmöglichkeiten präsentiert, wobei sich die Darsteller für einen glücklichen Ausgang entschieden. Das Schauspiel endete mit dem Song „Vampires are okay“, der alle Zuschauer mitriss.

Nach der Vorstellung freuten sich die Schülerinnen und Schüler, dass sie alles verstehen konnten und waren sich mit ihren Lehrkräften einig, dass sich das Eintrittsgeld mehr als gelohnt hatte. (red)

Kommentare