Nach dem Energiegipfel: Abo Wind baut weiter am Wehneberg

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Bad Hersfeld. Trotz der grundsätzlichen Einigung über eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hält die Firma Abo-Wind an dem geplanten Bau von Windkraftanlagen im Stadtwald am Wehneberg fest. „Der Windpark wird gebaut, es gibt kein Zurück mehr“, sagte Abo Wind-Sprecher Alexander Koffka unserer Zeitung.

Es sei zwar ärgerlich, dass die Stichtagsregelung nun rückwirkend verändert werden soll, dennoch werde der Windpark für den künftigen Betreiber auf jeden Fall wirtschaftlich sein. „So ein Projekt wird nach den Renditeerwartungen verkauft“, erläuterte Koffka. Etwaige Änderungen bei der Förderung würden dabei berücksichtigt. Fraglich sei nur, ob und wie viel Abo-Wind an dem Projekt verdient. „Dieses Risiko tragen aber allein wir“, betonte Koffka. Auch die Stadt müsse sich nicht um ihre Pachteinnahmen sorgen. „Auf dem Wehneberg wird keine Windpark-Ruine stehen“, beteuerte Koffka.

Die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtwald“ hatte die Beschlüsse des Energiegipfels in einer ersten Reaktion begrüßt und erwartet, dass sich Sigmar Gabriel „mit den sinnvollen Änderungen im EEG-Gesetz“ durchsetzen werde, was vermutlich das Ende des Projekts am Wehneberg bedeute, sagte BI-Sprecher Markus Gressmann. Die BI hat zudem sogleich angeboten, an, sich an den notwendigen Wiederaufforstungsarbeiten ehrenamtlich zu beteiligen. (kai)

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