Zehn Jahre Jahnpark: Die Hersfelder Spiel- und Sportanlage ist eine Erfolgsgeschichte

Nach wie vor einzigartig

Karl Schmidt hat den Jahnpark für die Stadt Bad Hersfeld von Anfang an begleitet. Jetzt besteht die beliebte Spiel- und Sportanlage seit zehn Jahren – eine Erfolgsgeschichte ohne Beispiel. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Im Dezember war Jubiläum, und keiner hat’s gemerkt. Denn in den zehn Jahren ihres Bestehens ist die Bad Hersfelder Spiel- und Sportanlage Jahnpark zur Selbstverständlichkeit geworden. Und doch ist sie bundesweit nach wie vor einzigartig.

Nirgendwo sonst gibt es Vergleichbares. Nicht von der Größe her, nicht von der Vielfalt der Möglichkeiten und nicht von der Akzeptanz. Denn der Jahnpark zieht übers Jahr gesehen nicht nur sechsstellige Besucherzahlen an, sondern er ist auch ein Ort, an dem Multi-Kulti einfach so stattfindet.

Intensiv genutzt

„Der Jahnpark ist eine Erfolgsgeschichte,“ sagt Karl Schmidt, städtischer Fachbereichsleiter für Kultur, Sport und Soziales, der den Park von seiner Entstehung bis heute begleitet und betreut hat. Bestätigt wird seine Ansicht durch eine aktuelle Untersuchung, die der Landessportbund Hessen in Auftrag gegeben hat.

Darin heißt es als Fazit: „Der Jahnpark ist ein intensiv von allen Generationen genutzter Sport-, Bewegungs- und Begegnungsraum mit vielfältigen Angeboten für alle sportlichen Interessensgruppen, der für die Stadt Hersfeld darüber hinaus wichtige integrative, gesundheitliche und sozialpolitische Funktionen erfüllt.“

So vertritt Schmidt die Überzeugung, dass der aktuelle Basketball-Boom beim örtlichen Turnverein vor allem dem Jahnpark zu verdanken ist, weil sich die TVH-Aktiven hier ihre „Grundausbildung“ geholt haben.

Dass der Jahnpark vom ersten Tag an so gut funktioniert, schreibt Karl Schmidt nicht nur dem inhaltlichen Konzept, sondern auch der permanenten Aufsicht zu. Drei Vollzeitkräfte kümmern sich an sieben Tagen in der Woche um die Anlage, warten die Geräte und greifen im Bedarfsfall als Streitschlichter ein. In der warmen Jahreszeit schaut nachts zudem ein Wachdienst nach dem Rechten. Auch die Polizei patrouilliert gelegentlich durch den Park.

„Das ist das A und O“, sagt Schmidt, denn im Jahnpark ist Vandalismus kein Thema. Oder andersherum: „Hier ist jeder willkommen, wenn er sich benimmt.“

Umgerechnet 2,5 Millionen Euro (plus 870 000 Euro für zwei Parkplatzbereiche) hat sich die Stadt Bad Hersfeld den Jahnpark seinerzeit kosten lassen. Eine Entscheidung, die das Stadtparlament einstimmig und unter Beifall traf. Dabei war einkalkuliert, dass jährlich etwa zehn Prozent der Investitionssumme für Personal und Unterhalt fällig würden.

Jährlich 150 000 Euro Kosten

Doch diese Prognose war eine der wenigen, die im Zusammenhang mit dem Jahnpark nicht eingetroffen ist: Tatsächlich summieren sich diese Kosten pro Jahr auf lediglich 150 000 Euro.

Entsprechend groß ist das Interesse am Hersfelder Vorzeigeobjekt: Schon knapp 200mal hat Karl Schmidt Vertreter von auswärtigen Kommunen, Organisationen und Vereinen durch die Anlage geführt. hintergrund

Von Karl Schönholtz

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