Muzkkka bleibt in Bad Hersfeld Thema

Öffentlich sagte er kein Wort zum Muzkkka, am Rande jedoch schon: Prof. Dr. Walther Keim bei der Eröffnung der Karikaturenaustellung im Kapitelsaal der Galerie im Stift. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Als Solidaritätsbekundung war das große Publikumsinteresse zu verstehen, als am Samstagnachmittag die Karikaturen-Ausstellung „Tatort Familie“ in der Galerie im Stift in Bad Hersfeld eröffnet wurde. Denn zur Einführung sprach Prof. Dr. Walther Keim, der Noch-Chef des vor dem Aus stehenden Rotenburger Museums für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur (Muzkkka), dessen Zukunft nach wie vor ungeklärt ist. Am Rande der Vernissage bekräftigte Keim seine Absage an Bad Hersfeld, weil nach ersten Überlegungen, das Muzkkka im neuen Schilde-Park anzusiedeln, sogleich politischer Protest von der Neuen Bürgerliste NBL und der CDU laut geworden war.

„Das muss ich mir nicht wieder antun,“ sagte Keim und spielte damit auf die monatelange Auseinandersetzung in der Rotenburger Stadtverordnetenversammlung um die Finanzierung des Muzkkka-Ausbaus an.

Gleichwohl berichtete er, dass am potenziellen neuen Standort Melsungen noch keine Entscheidung gefallen sei. Dort werde immer noch nach einem Gebäude und einem Finanzierungskonzept gesucht.

„Man soll niemals nie sagen“, meinte denn auch der Vorsitzende des Kulturauschusses der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversanmmlung, Dr. Thomas Handke (SPD), der Keims Idee für eine inhaltich passende Karikaturenaustellung zur Festspielzeit und den guten Besuch der Ausstellungseröffnung sehr wohl als Zeichen verstand, das Thema Muzkkka in Bad Hersfeld noch nicht abzuhaken.

Auch Keim selbst gerät beim Gedanken, sein Museum könnte im Schilde-Park eine neue Heimat finden, gleich wieder ins Schwärmen: „Karikaturen und das Wortreich, das passt und wäre eine tolle Ergänzung.“

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