Das Muzkkka ist da

Karl Schönholtz

Still ruht der See bei der Bad Hersfelder CDU. Von der für diese Woche angekündigten Mitgliederversammlung zur Wahl eines neuen Stadtverbandsvorsitzenden war schon seit Wochen keine Rede mehr. Zudem wollen Insider wissen, dass der ausgeguckte Kandidat aus der freien Wirtschaft kein Thema mehr ist. Da es in der Stadtpolitik zurzeit ohnehin recht ruhig ist, drängt die Christdemokraten ja auch keiner. Und dank des Stellvertreter-Duos Günter Exner und Hartmut Ziehn ist die Partei ja keineswegs führungslos.

Lange nichts gehört vom Muzkkka. Dabei hatte der denkbare Umzug des Museums für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur von Rotenburg nach Bad Hersfeld im vergangenen Jahr für Gesprächsstoff gesorgt. Weitgehend unbemerkt ist jetzt ein Teil des geschlossenen Museums tatsächlich in der Kreisstadt angekommen: Bad Hersfeld hat die kaum benutzten Vitrinen des Muzkkka erworben – allerdings ohne Inhalt.

Und noch einmal das Hersfelder Museum. Das heißt neuerdings nicht nur „Galerie im Stift“, sondern kostet auch Eintritt, und das nicht nur bei Sonderausstellungen. Weil sich das negativ auf die Besucherzahlen ausgewirkt hat, gibt es wohl Bestrebungen, diese Regelung wieder zu kassieren – soll heißen: keinen Eintritt mehr zu kassieren. Da stellt sich allerdings die Frage, wie der Museums-Etat künftig ausgeglichen werden soll, denn attraktive Ausstellungen kosten nun einmal Geld. Und die in Bad Hersfeld bisher übliche Antwort auf solche Fragen, das Finanz-Loch durch Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer auszugleichen, zieht in diesem Jahr möglicherweise nicht so richtig...

Mächtig geraucht hat es dem Vernehmen nach hinter den Kulissen, nachdem die beiden Linden vor dem Bad Hersfelder Standesamt am Markt der Kettensäge zum Opfer gefallen waren. Die etwa 30 Jahre alten Bäume waren nämlich nicht nur bei frisch vermählten Pärchen beliebt, die hier aufs junge Glück angestoßen haben.

Die Neugestaltung der südwestlichen Marktplatzseite hatten die Linden unbeschadet überstanden, und krank sind sie augenscheinlich nicht gewesen. Insofern scheint die Aktion auch intern nicht unumstritten gewesen zu sein. Wer da warum trotzdem zur Motorsäge griff, das versuchen die örtlichen Grünen nun durch eine Anfrage beim Magistrat klären zu lassen.

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