1200 Euro Schmerzensgeld muss ein 23-jähriger Mann aus Oberbreitzbach zahlen

Mutter beleidigt – da sah er rot

bad hersfeld. Mit einem schwerverletzten Auge endete der Besuch im „Hühnerstall“ für einen 18-jährigen Karosseriebauer aus Bad Hersfeld.

Plötzlich und unerwartet soll der 23-jährige Angeklagte aus dem Landkreis Fulda dem 18-jährigen Opfer einen Schlag ins Gesicht verpasst haben. So völlig aus dem Nichts kam der Fausthieb allerdings nicht, stellte sich im Laufe der Verhandlung am Amtsgericht Bad Hersfeld heraus. Ein paar Bier in der Discothek „Hühnerstall“ in Fulda und einige wilde Beschimpfungen führten im Oktober vergangenen Jahres zu der Schlägerei zwischen dem 23-jährigen Lageristen und dem 18-jährigen Auszubildenden.

Männerthemen

Zunächst erschien die Situation in der Oktobernacht harmlos. Laut Aussage des Opfers sprachen die beiden über „Autos und andere Männerthemen“. Plötzlich habe der Angeklagte ihn mit der Faust geschlagen. Klarheit brachte die 16-jährige Zeugin aus Heringen, die die Aussage des Angeklagten bestätigte. Demnach kam es zu wilden Beschimpfungen zwischen dem Angeklagten und seinem Opfer. Aus der verbalen Auseinandersetzung wurde eine wilde Rangelei. „Er hat meine Mutter beleidigt, da habe ich rotgesehen“, so der Angeklagte. Dass dies keine Rechtfertigung sei, wisse er jetzt jedoch. Schon zu Beginn der Verhandlung gestand der 23-jährige, dass er den Geschädigten ins Gesicht geschlagen hatte und betonte, dass er sein „unkontrolliertes Verhalten“ bereue. Mit einem Handschlag entschuldigte sich der Lagerist bei seinem 18-jährigen Opfer.

In einem Vergleich einigten sich Staatsanwalt, Nebenklage, Verteidigung und Richter Elmar Schnelle auf 1200 Euro Schmerzensgeld, die der 23-jährige in monatlichen Raten abzahlen wird.

Von Johanna Kaschik

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