Musical „Peter Pan“ des Kinder-Theaters Liberi sprach große und kleine Besucher an

Mutiger Held und süße Fee

Alles wird gut: Nachdem das Abenteuer gut ausgegangen ist, Peter Pan seinen Kampf mit Käpt’n Hook überlebt und die Fee Tinkerbell wieder erwacht ist, tanzten alle vergnügt auf der Bühne. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Nie erwachsen werden, immer ein Kind bleiben – das sind die Vorstellungen des Märchenhelden Peter Pan in der Buchvorlage von James Matthew Barrie. Ein kreatives Team des Bochumer Kindertheaters Liberi hatte aus dem traditionellen Märchenstoff, der schon Vorlage für einen Disney-Film wurde, ein modernes Musical mit fröhlich-frechen Texten und schönen Melodien, teilweise sogar mit Jazz-Elementen, gemacht. Das Ergebnis dieser ideenreichen Umarbeitung war am Dienstagnachmittag in der Stadthalle zu sehen.

„Ich will nicht wachsen, denn ein Kind kann tun, was es will“, sang der wuschelköpfige Titelheld. Dass sein Mut aber auch gefährlicher Übermut sein konnte, erfuhren die vielen kleinen und großen Zuschauer im Saal, als sie die spannende Fechtszene mit Käpt’ n Hook verfolgten. Peter Pan wäre fast getötet worden und erkannte seine Unvorsichtigkeit.

Es sind einige kluge Einsichten und Lebenshilfen für Groß und Klein in der Inszenierung geschickt verpackt worden. Das kleine Mädchen Wendy, das sich mit Peter Pan und der Fee Tinkerbell auf die Insel Nimmerland begab, hatte sich zuvor darüber beklagt, wie schrecklich doch ein Kinderalltag sein kann, wenn man seine Medizin einnehmen und früh ins Bett gehen muss. Auf der Insel spielte sie nun die Mutter zweier Jungen. Dabei kam sie zu dem Schluss: „Kind zu sein, ist nicht schwer, Elternsein umso mehr.“

Für jeden eine Botschaft

In dem Familienstück des Liberi-Produzenten Lars Arend war also für jeden Besucher eine Botschaft dabei, vor allem natürlich durch das Happy-End. Als die niedliche Fee Tinkerbell tödlich verletzt wurde, kamen die Zuschauer ins Spiel. „Glaubt ihr an die Feenwelt? Das kann sie retten“, rief Peter Pan ihnen zu. Natürlich riefen alle im Saal laut „ja“ und Tinkerbell erwachte. Wendy konnte nun mit ihrer Hilfe wieder nach Hause zu ihren Eltern kommen, wo sie sich mittlerweile sehnlichst hinwünschte.

Dem Publikum hatte die Inszenierung mit der gelungenen Abstimmung von Musik, Texten, den aufwendigen Kostümen und dem bunten Bühnenbild gefallen, das zeigte der tolle Schlussapplaus. Danach versuchten viele Kinder noch, Autogramme ihrer mutigen und lustigen Helden zu bekommen, die diese ihnen gerne gaben.

Von Vera Hettenhausen

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