Grüne Jugend und DGB-Jugend sprechen sich gegen eine Preiserhöhung beim NVV aus

Bus muss bezahlbar sein

Aufreger: Die Grüne Jugend mit ihrer Landesvorsitzenden Kaya Kinkel (rechts) und die DGB-Jugend Nordhessen um ihren Bildungsreferenten André Schönewolf (2. von rechts) protestierten gegen die geplante Fahrpreiserhöhung beim NVV. Foto: Reymond

Hersfeld-Rotenburg. 2400 Euro muss ein Schüler aus Obersuhl aufbringen, wenn er drei Jahre lang die Oberstufe in Rotenburg besuchen möchte, um dort sein Abitur zu machen. Dieses Geld wird nicht für Bücher oder andere schulische Dinge benötigt. Nein, diese Summe wird fällig, wenn der Schüler mit dem Bus fährt und 36 Monatskarten kaufen muss. Damit nicht genug. Jetzt will der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) Mitte Dezember die Fahrpreise im Schnitt noch einmal um 2,4 Prozent anheben. „Wenn man bedenkt, dass Schüler kein Geld verdienen, dann ist das eine gewaltige Summe, die die Eltern dafür ausgeben müssen, dass ihr Kind zur Schule kommt“, sagt Carina Gropengießer aus Oberellenbach.

Gegen die erneute Preisanhebung protestierten am Samstag Vertreter der DGB-Jugend Nordhessen und der Grünen Jugend Hersfeld-Rotenburg in der Bad Hersfelder Fußgängerzone. Sie fordern unter anderem einen ermäßigten Tarif für Jugendliche über das 14. Lebensjahr hinaus.

Auch aus ökologischer Sicht seien die hohen Preise nicht sinnvoll. „Es ist billiger, mit dem Auto zur Schule zu fahren. Das kann es doch nicht sein“, empört sich Anna George aus Rotenburg. Und die Hersfelderin Anna Kaufmann ergänzt, dass auch für Auszubildende eine Busfahrt zum Arbeitsplatz nicht infrage käme. „Da ist ganz schnell ein großer Teil der Ausbildungsvergütung wieder weg.“

Von Mario Reymond

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