Benefizkonzert: Musiker unterstützen Rotary im Kampf gegen Kinderlähmung

Musik versüßt das Spenden

Schlussapplaus: Rotary-Vorsitzender Günter Liebau (am Mikrofon) dankt Andreas Leipold, Günter Liebau, Kantor Sebastian Bethge, Björn Diehl und Anastasia Boksgorn (von links) für ein faszinierendes Konzert und freut sich über die große Spendenbereitschaft . Foto: Urban

BAD HERSFELD. Ihr Gefühl für Menschen und Musik bewiesen Musiker und Organisatoren des Benefiz-Konzerts zugunsten von „PolioPlus“ in der Stadtkirche. Unter dem Titel „Heiter, festlich und beschwingt – von Bach bis heute“ genossen die Besucher großartige Klänge in teils ungewöhnlicher instrumentaler Zusammenstellung und bedankten sich mit Spenden und stehenden Ovationen.

Raumgreifende Orgeltöne eröffneten den Abend mit dem „Prince of Denmark’s March“ von Jeremiah Clark, bevor Günter Liebau sich für die Unterstützung bedankte. Der aktuelle Präsident des Rotary Clubs Bad Hersfeld führte durch das Programm. Anastasia Boksgorn (Violine), Björn Diehl (Trompete), Dr. Andreas Leipold (Querflöte) und Kantor Sebastian Bethge (Orgel) reisten mit ihrer Musik durch Zeit und Raum. Bei Georg Friedrich Händels „Sonate für Violine und Basso continuo A-Dur“ verschmolzen zarte Geigen- und dezente Orgelklänge zu einem gefühlvollen Duett. Bei Georg Philipp Telemanns „Triosonate C-Dur“ umschwirrten sich jauchzende, lockende und trillernde Töne wie Schmetterlinge in der Frühlingssonne. Und das virtuos vorgetragene Violinstück „Romanza Andaluza“ von Pablo de Sarasate erhielt seine ganz eigene Note durch die Orgel- statt einer Klavierbegleitung. Im zweiten Teil begeisterte das Quartett mit Filmmusik von Ennio Morricone („Gabriel’s Oboe“ aus „Mission“) und Peter Gabriel („That’ll do“ aus „Schweinchen Babe in der großen Stadt“) sowie einer durch die Zusammenstellung der Instrumente sehr ungewöhnlichen, aber großartigen Version von „Viva la vida“, es lebe das Leben.

„Um Ihnen das Spenden zu versüßen, haben wir dieses Konzert veranstaltet“, sagte Rotarier Volker Groth. Der Vorsitzende des Fördervereins erklärte, dass Polio heute nur noch in Afghanistan, Pakistan und Nigeria auftritt. In Zeiten der Globalisierung könne sich der hochansteckende Polio-Virus jederzeit wieder ausbreiten.

Ziel der Kampagne „End Polio Now“ sei, das letzte Prozent zu erreichen und damit die Krankheit endgültig zu besiegen. Mit einem Euro kann man zwei Kinder schützen lassen. „Kinderlähmung gefährdet auch ältere Menschen“, betonte Liebau. „Wichtig ist also, sich auch bei uns impfen zu lassen.“

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Von Dagmar Urban

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