Wolfram Waldeck als Leiter der Musikschule des Kreises verabschiedet

Musik macht glücklich

Da steckt Musik drin: Zu einem abschließenden Gruppenbild kamen alle Lehrkräfte der Musikschule und die Redner des Abends gemeinsam mit dem scheidenden Musikschulleiter Wolfram Waldeck (Fünfter von rechts), seiner Ehefrau Ingrid (rechts neben ihm) und der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz (links neben Waldeck) auf die Bühne. Foto:  Zacharias

Bad Hersfeld. Als Erfolgsgeschichte würdigte die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz die Geschichte der Musikschule des Kreises Hersfeld-Rotenburg, deren Leiter Wolfgang Waldeck jetzt nach 34 Jahren in den Ruhestand verabschiedet wurde. Weit mehr als 30 000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene hätten seit dem Jahr 1979, als Waldeck die Musikschule aufbaute, dort ein Instrument oder den Gesang erlernt, rechnete Künholz vor. Waldeck hinterlasse das Haus der Musikschule wohl bestellt, betonte die Kreisbeigeordnete und wünschte dem scheidenden Musikschulleiter einen Ruhestand voll schöner Töne, Takte und Rhythmen.

Dass Musik nicht nur eine schöne Freizeitbetätigung ist, sondern glücklich macht, die Gesundheit und die geistigen Fähigkeiten fördert, darauf wies Helgo Hahn hin. In diesem Sinne habe Wolfram Waldeck allen Menschen im Kreis ein Geschenk gemacht, die von den Aktivitäten der Musikschule profitierten. Es sei sein Verdienst, dass die Schule seit Jahren konstant etwa 1200 Schüler habe. Dazu trügen unter anderem die Angebote von Bläser- und Streicherklassen sowie praxisorientiertem Musikunterricht in den Schulen bei, an denen Waldeck ganz wesentlich beteiligt war.

Kinder langfristig für Musik zu gewinnen sei zunehmend schwierig geworden, betonte Helgo Hahn. Probleme bereiteten nicht nur die gestiegenen schulischen Anforderungen in Folge der Verkürzung des gymnasialen Bildungsganges, sondern vor allem die neuen Medien, die Hahn als echte Zeiträuber bezeichnete.

Neue Medien als Zeiträuber

Weitere Grußworte sprachen Wolfgang Kurth von der Sparkassenstiftung, der die Musikschule als perfekten Partner lobte und auf die jährlich geleistete Unterstützung für den Instrumentalwettbewerb und den Förderverein „Pro Musica“ hinwies, und Renate Bennedik als Vorsitzende des Förderkreises der Musikschule. Den Dank des Musikschulkollegiums überbrachte Klaus Hochberger.

Zahlreiche musikalische Einlagen bereicherten die Verabschiedung. Für Wolfram Waldeck ein komisches Gefühl, diesmal nur zuhören zu können. „Das habt Ihr zum ersten und zum letzten Mal ohne mich gemacht“, bat er seine Mitarbeiter, an künftigen gemeinsamen Auftritten des Lehrerkollegiums beteiligt zu werden.

Für ihn, so betonte Waldeck, sei die Nähe zu den Kindern, die Möglichkeit der intensiven musikalischen Arbeit der Beweggrund gewesen, sich für die Arbeit an der Musikschule und nicht an einem normalen Gymnasium zu entscheiden, obwohl er dort sicher mehr Geld verdient hätte. Spaß gemacht hätte ihm auch die Möglichkeit, eigene Ideen verwirklichen zu können, zum Beispiel Themenkonzerte zu gestalten, aber auch die Verwaltungsarbeit und der allzeit notwendige Kampf ums Geld.

Als letzte Amtshandlung verabschiedete Wolfram Waldeck seinerseits die Geigenlehrerin Anastasia Boksgorn, die Bad Hersfeld verlassen hat.

Von Christine Zacharias

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