Giora Feidman und die Gitanes Blondes spielten in der Bad Hersfelder Stadthalle

Musik ist ihre Leidenschaft

Spielten in der Bad Hersfelder Stadthalle: Giora Feidman (Mitte) sowie Simon Ackermann (links), und Christoph Peters von den Gitanes Blondes. Foto: Schiller

Bad Hersfeld. Die Bühne ist leer, bis auf ein Kontrabass, eine Geige und eine Bassklarinette. Dann, erscheinen vier Musiker mit Akkordeon und Gitarre im Scheinwerferlicht und eine Klarinette klingt leise durch den Raum .

Es ist Giora Feidman. Während er langsam zur Bühne schreitet, warten die Gitanes Blondes, seine vier Begleiter, auf der Bühne. Oben angelangt, beginnt ein gemeinsames Spiel aus Klarinette, Geige, Kontrabass und Gitarre. Und sofort wird deutlich: Musik ist ihre Leidenschaft. Der 76-jährige Giora Feidman bildet mit Charme und Witz den Mittelpunkt der kleinen Runde.

Die fünf Musiker beeindrucken mit ihrem sehr schnellen, aber auch dem langsamen Spiel. Sie beherrschen ihre Instrumente perfekt. Neben traditionellen jüdischen Melodien werden auch Klassiker wie „Amazing Grace“ oder „Nobody knows the trouble I’ve seen“ gespielt. Abwechslung bringen kleinere Tanz- und Gesangseinlagen. Gänsehautstimmung macht sich breit, als das Publikum zum Mitsummen und Mitsingen aufgefordert wird.

Zwischendurch erzählt der gebürtige Argentinier Feidman vom Verhältnis von Juden und Deutschen, stimmt dann die deutsche Nationalhymne an.

Überraschend ist auch das gemeinsame Spiel der Gitanes Blondes an einem Kontrabass. Die Zugabe gibt es bereits vor der Pause, denn niemand schreibe vor, diese am Ende der Aufführung zu spielen, erklärt Giora Feidman in Englisch mit spanischem Akzent.

Am Ende des Konzerts ist die Bühne schließlich leer, bis auf den Kontrabass, die Geige und die Bassklarinette.

Von Jana Schiller

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