Tag der offenen Tür an der Gesamtschule Geistal in Bad Hersfeld mit Joey Kelly

Die Motivation ist wichtig

Mitmachen war erwünscht beim Übungsparcours in der Sporthalle. Auch hier musste Stargast Joe Kelly unaufhörlich Autogramme geben. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Mit einem umfangreichen Programm gewährte die Gesamtschule Geistal als traditionelle „G 9-Schule“ Einblicke in ihre Arbeit und ihre Räume.

Schulleiterin Andrea Zimmermann eröffnete den Aktionstag mit einem Vortrag, zu dem sie als prominenten Gastredner Joey Kelly begrüßte. „Wir wollen als Schule Kinder motivieren und dazu anleiten, eigene Ziele zu verfolgen“, sagte sie.

Mit Joey Kelly, dem Spross aus der berühmten Musikerfamilie, die in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren die erfolgreichste singende Familie aller Zeiten darstellte, war ein Paradebeispiel für absolute Disziplin und Ehrgeiz eingeladen worden.

An die Grenzen gehen

Joey Kelly ist ein Extremsportler, ein Abenteurer, der schon oft bis an seine körperlichen Grenzen gegangen ist. Unzählige Marathons, Ultramarathons, Wüstenläufe, Triathlons, Ironmans hat er bestritten. Die Frage nach dem „Warum“ ist ihm in Anbetracht der Gefährlichkeit und der Schmerzen sicherlich häufig gestellt worden.

„No limits – Wie schaffe ich meine Ziele“ lautete der Titel seines Vortrags. Damit ist die Antwort gegeben. In der Geistalschule bekannte Kelly: „Ich war beliebt und unbeliebt“. Er spaltet die Meinungen. Doch eins kann man allgemein mit Hochachtung sagen: Er hat Ziele, für die er sich konsequent einsetzt. Für seinen Mut und seine Erfolge gab es vom Publikum Applaus. Aber auch dafür, dass es Spaß machte, ihm zuzuhören. Sein flotter Erzählstil, seine humorvollen, selbstironischen Spitzen erhöhten den Unterhaltungswert.

Mit „was für ein Schwachsinn“ kommentierte er seine Aktion, 24 Stunden gegen eine Rolltreppe anzulaufen. Kelly war mit Markus Lanz am Südpol. Er hat Deutschland von Wilhelmshaven bis nach Garmisch in 17 Tagen zu Fuß und ohne Geld durchquert, um dann noch die Zugspitze zu besteigen. Dass seine Familie ihn geprägt hat, ließ er immer wieder durchklingen. Auch seine Bewunderung für seinen Vater, der über 30 Jahre die Familie zusammengehalten habe.

„Ist Glück Zufall?“, fragte er in die Runde und gab als Antwort: „Nur wer mit Ausdauer und Mut kämpft, fordert das Glück.“ So etwas sagt ein guter Motivationstrainer. Wie sein Vortrag ankam, wurde offenkundig, als sich der 14-jährige Mario meldete, um bei einem von Kellys nächsten Deutschlandläufe mitzumachen. Außerdem musste Kelly jeden Moment auf seinem Gang durch die Schule Autogramme geben und sich fotografieren lassen. Fleißig verschenkte er alte Kelly-CDs.

In der Sporthalle zeigte er sich beim Mitmachparcours, mit dem sich die neuen Sportprofilklassen vorstellten. „Keine Angst, nur Mut“, hieß dann auch die Aufforderung an die anwesenden Viertklässler, die mit ihren Eltern gekommen waren. Die hatten dann noch jede Menge Gelegenheit, sich ein Bild von der Schule zu machen. (het)

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