Wein und Gesang: Chorverein Bad Hersfeld besucht Schauplatz des „Rose“-Films

Mönchsgesang im Kloster

Die Reisegruppe des Chorvereins Bad Hersfeld vor dem Portal des neoklassizistischen Kurhauses in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden Foto: nh

Bad Hersfeld. In der Stadtkirche Bad Hersfeld begeistern sie durch feistimmige und kraftvolle Konzerte, in der Stiftsruine stellen sie die Komparsen für das Theater und beeindrucken unter anderem durch die Gregorianischen Gesänge – man sollte meinen, so schnell bringt die Mitglieder des Chorvereins Bad Hersfelds nichts mehr in ehrfürchtiges Staunen oder in gespannte Teilnahme.

Dormitorium beeindruckend

Doch weit gefehlt: Kloster Eberbach, das mystisches Erbe der Zisterzienser-Mönche im Rheingau, fing die 45 Sängerinnen und Sänger aus Bad Hersfeld ein, die die von Bernhard von Clairvaux 400 Jahre nach Hersfeld gegründete Klosteranlage besichtigten. Seit drei Jahren spielten die Hersfelder Sänger in der Stiftsruine mit in Umberto Eccos „Im Namen der Rose“ - jetzt besichtigten sie den Schauplatz der Dreharbeiten des gleichnamigen Films mit Sean Connery, um festzustellen, dass das Dormitorium in Eberbach zwar beeindruckend ist, gleichwohl aber nicht an die Atmosphäre der Stiftsruine heranreicht.

Allein die Akustik der romanischen Klosterkirche beförderte den Gregorianischen Gesang in ganz besonderer Weise, der von einigen der „Rose-Mönche“ sehr zur Freude der übrigen Besucher in der Kirche wiedergegeben wurde.

Besuch in Wiesbaden

Auf dem Weg ins Kloster stand jedoch zunächst ein Besuch in Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden an. Nach einem Spaziergang durch den wundervollen Kurpark und einem Blick in das neoklassizistische Kurhaus und einem weiteren zur Staatskanzlei, stärkte sich die Gruppe für die Weiterfahrt zu Kloster Eberbach.

Eindeutig im Vorteil gegenüber Bad Hersfeld ist die eingebettete Lage des Klosters inmitten der Weinberge des Rheingaus. Und so prägt denn auch der Wein das Leben und Wirken der Menschen der Region seit vielen hundert Jahren. Einen Eindruck davon nahmen die Chorvereins-Mitglieder im Weingut Allendorf auf. Inhaber Ulrich Allendorf gegeisterte die Sänger aus Nordhessen mit einer ebenso eindrucksvollen Verköstigung in der „Wein.Erlebnis.Welt“: Blau macht Wein kalt, Grün sauer, so erlebten es die Gäste, als sie Wein bei unterschiedlicher Beleuchtung verkosteten. „Sehr erstaunlich“, war die vielfach geäußerte Meinung, bevor die Riesling-Kostbarkeiten des Weinguts bei abendlichem Naturlicht die Sinne der Sängerinnen und Sänger belebten. (red/kml)

Kommentare