Wettbewerb für Kinder und Jugendliche zur Leonardo Da Vinci-Ausstellung

Modelle zum Anfassen

Schwere Fracht: Die 35 Modelle mit einem geschätzten Gewicht von vier Tonnen werden von (von links) Walter Schmidl, Mitarbeiter Anlagenkontrolle, Anton Germes, LKW-Fahrer, Reinhold Schott, zuständig für Ausstellung im Museum und Uwe Nenstiel, Mitarbeiter Anlagenkontrolle, abgeladen. Foto: Shuhaiber

Bad Hersfeld. Leonardo da Vinci gilt als eine der größten Persönlichkeiten der Renaissance: Da Vinci war Maler, Bildhauer, Anatom, Architekt, Mechaniker und Erfinder zugleich – ein Universalgenie. Im Kapitelsaal und dem Dachgeschoss des Museums der Stadt Bad Hersfeld werden von Samstag, 11. Juni, bis Freitag, 24. Juni, 35 Funktionsmodelle nach Originalplänen von Leonardo da Vinci ausgestellt. Die Modelle können berührt, bewegt und ausprobiert werden. Zu allen Modellen gibt es Erklärung und Beschreibungen.

Modelle entwickeln

Zusätzlich organisiert das Museum einen Wettbewerb für Kinder und Jugendliche unter dem Motto: „Leonardos Erben heute – Maschinen die die Welt verändern“. Hier sollen Kinder und Jugendliche eigene Pläne und Modelle von Fahrzeugen und Maschinen der Zukunft entwickeln. Die Erfindungen sollen bis zum Ende der Ausstellung im Museum abgegeben werden. Die drei besten Modelle und Pläne werden von einer Jury bestehend aus Mitgliedern der Stadt, der Sparkasse und Hersfelder Zeitung prämiert und in der Hersfelder Zeitung veröffentlicht.

Zukunftsvisionen

Die Ausstellung soll die Schaffens- und Ideenkraft des Künstlers veranschaulichen. Leonardo Da Vinci hatte viele Zukunftsvisionen: Das Element Wasser hat ihn zeitlebens interessiert. Es entstanden nicht nur zahlreiche Skizzen und Studien zum Verhalten von Wasser. Er untersuchte auch die Strömungen im Wasser und die Erosionen im Flussbett. Es war deshalb nur konsequent, dass er nach einer Methode suchte, mittels derer es dem Menschen möglich sein würde, über das Wasser zu gehen. So entwickelte er die Idee, mit großen Schuhen, Skiern vergleichbar, über das Wasser zu schreiten. Mit Hilfe von Stöcken sollte man sich dabei abstützen. Leonardo entdeckte auch das Prinzip des Segelflugzeugs, das die Luftbewegungen in der Atmosphäre ausnutzt. Studien des Vogelflugs sowie Untersuchungen der Luft und des Wassers bildeten die Grundlage der Konstruktion. Leonardo stellte sich vor, dass der Mensch mit Hilfe seiner Flugmaschinen fliegen könne. Dabei richtete er sich nach Vorbildern aus der Natur.

Das Studium der Vogelfedern war für ihn dabei ebenso ausschlaggebend wie die Gesetze der Dynamik. Die Flügel waren mit Gelenken versehen, die der Benutzer bewegen musste.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 20.45 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3 Euro, für Schüler und Studenten 1 Euro. Kinder unter 6 Jahren haben freien Eintritt. Ansprechpartner für den Wettbewerb sind Reinhold Schott, Tel. 06621/201277 und das Museumspersonal unter Tel. 06621/75775, Email: museum@bad-hersfeld.de. (alh)

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