Mode-Centrum Sauer beendet Umbau / Neues Konzept bietet Kunden kurze Wege

Mode für die wertige Mitte

Letzte Handgriffe vor der Neu-Eröffnung: Die Verkaufsflächen der einzelnen Modemarken wurden neu gestaltet, insgesamt wurde das Haus „emotionalisiert“. Dazu sollen auch die farbigen Deckenfresken und ein neues Lichtkonzept beitragen.

Bad Hersfeld. Mode unterliegt dem Zeitgeist. Mode-Häuser auch. Deshalb hat das Mode-Centrum Sauer nach rund 15 Jahren sein Sortiment und die Darbietung der Waren den neuen Modeleitbildern angepasst – und dafür mächtig umgebaut. „In den vergangenen drei Monaten haben wir drei Etagen komplett in sich gedreht und neue Abteilungen geschaffen“, erklärt Sauer-Geschäftsführer Herbert Lamp. Das Besondere daran: Das Geschäft lief weiter, und kein Kunde habe sich beschwert.

Logistisches Meisterwerk

Eine logistische Meisterleistung, die von Marketing-Leiter Christian Kaufmann, seinem Team und den 190 Mitarbeitern des Mode-Centrums bewältigt werden musste. Denn 36 neue Shops, also Verkaufsbereiche einzelner Hersteller, darunter allein eine 600 Quadratmeter große Wäscheabteilung, mussten passgenau und pünktlich umgestaltet werden. „Jeder Shop hat seinen Platz verändert, die Herausforderung war, rechtzeitig alle Flächen dafür fertig zu stellen“, erklärt Kaufmann.

5000 der insgesamt 6000 Quadratmeter Verkaufsfläche des Hauses wurden umgestaltet. Eine besondere Schwierigkeit stellten dabei die verhältnismäßig niedrigen Decken in dem Kaufhaus dar. Denn die meisten Ladenbau-Konzepte basieren auf höheren Räumen. Deshalb mussten oft Spezialanfertigungen her.

Im Zuge des Umbaus wurden neue Böden verlegt, ein neues Lichtkonzept erdacht, eine neue Klimaanlage installiert und zudem das Belüftungskonzept optimiert, so dass künftig rund ein Viertel weniger Energie verbraucht werden soll.

„Das Haus wurde emotionalisiert“, erklärt Inhaber Martin Knauff. Neben der sogenannten „Lifestyle-Orientierung an einzelnen Zielgruppen“, die sich durch die Shop-Gestaltung ausdrückt, verweist Knauff auch auf farbige Deckenfresken, die dem Besucher bei der Fahrt mit der Rolltreppe entgegenstrahlen. Auch das Treppenhaus wurde mediterran gestaltet. Insgesamt sei eine hohe, sechsstellige Summe investiert worden, sagt Knauff.

Wichtig für den Kunden ist aber vor allem, dass das Modehaus nun kürzere Wege bietet. „Wer sich in der Herrenabteilung in der zweiten Etage einen Anzug kauft, findet jetzt auf dem selben Stockwerk auch die passenden Hemden und Krawatten dazu“, erläutert Lampp.

Bei den angebotenen Marken konzentriere sich das Mode-Centrum Sauer weiter auf die „wertige Mitte“, erläutert Lampp. Teure Edelmarken finden sich daher nicht im Angebot, dafür aber angesagte Designer zu vernünftigen Preisen.

„Es ist schon außergewöhnlich, ein Haus dieser Größe in einer Kleinstadt wie Bad Hersfeld zu finden“, sagt Martin Knauff voller Stolz. Eine ähnlich breite Auswahl finde sich sonst nur in Großstädten.

Von Kai A. Struthoff

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