„Tag der Heimat“ stand im Zeichen der Ansiedlung an der Wolga vor 250 Jahren

In der Mitte angekommen

Bad Hersfeld. Die Landsmannschaft der Russlanddeutschen und der Kreisverband Bad Hersfeld-Rotenburg haben unter dem Motto „250 Jahre Ansiedlung an der Wolga – ein langer Weg zurück“ den „Tag der Heimat 2014“ in der Bad Hersfelder Stadthalle veranstaltet.

Die Kreisvorsitzende Eva Scharf führte in ihrer Begrüßungsrede aus, dass im Mittelpunkt der Arbeit der Landsmannschaft die Begegnung der Abkömmlinge der nach Russland ausgewanderten Deutschen mit der einheimischen Bevölkerung steht. Die Darstellung der Geschichte der Russlanddeutschen, das Zeigen der im Ausland aufbewahrten deutschen Kultur soll zur besseren Eingliederung in der Gesellschaft und Akzeptanz der Spätaussiedler beitragen.

Gute Kooperation

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt untermauerte in seiner Grußansprache die gute Kooperation zwischen dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg und den Spätaussiedlern. Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit habe man in der Vergangenheit überwiegend die Probleme der Spätaussiedler beseitigen können.

„Wir sind froh, dass die Spätaussiedler den Weg nach Deutschland zurück gefunden haben“, so der Landrat in seinem Schlusssatz. Er fügte hinzu: „Das Miteinander zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Russlanddeutschen ist ein Gutes. Nicht zuletzt wird das durch das Mitwirken der Russlanddeutschen beim Lolls-Umzug untermauert“.

Die Grüße der Stadt Bad Hersfeld überbrachte Stadtrat Hans-Georg Vierheller.

Die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, erinnerte in ihrer Festrede daran, dass Bad Hersfeld eine der 40 Gemeinden war, die nach dem 2. Weltkrieg eine Patenschaft für die Vertriebenen aus Mittel- und Osteuropa übernommen hat.

Im ersten Teil ging sie auf die historische Entwicklung der Geschichte der Russlanddeutschen ein (siehe Kasten), während der zweite Teil überwiegend der hessischen Heimatvertriebenen- und Spätaussiedlerpolitik gewidmet war. Ihr Fazit: „Die Russlanddeutschen gehören zur Geschichte unseres Landes. Sie sind Menschen, die mitgeholfen haben, dieses Land aufzubauen.“

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung lieferten Kulturvorführungen und ein 15- minütiger Kurzfilm anschauliche Beispiele, wie die Russlanddeutschen sich in die Gesellschaft einbringen. (ast)  Hintergrund, Text unten

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