Tochter bestätigt Anklage gegen 53-Jährigen

Missbrauch: Vater bestreitet Vorwürfe

Bad Hersfeld. Den Vorwurf, seine heute 16-jährige Tochter im Zeitraum von 2002 bis 2007 in der elterlichen Wohnung in Wildeck in mindestens 20 Fällen sexuell missbraucht zu haben, hat ein 53 Jahre alter Koch gestern vor dem Jugendschöffengericht in Bad Hersfeld bestritten.

Das mittlerweile in Thüringen lebende Mädchen, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen wurde, hat die Anklage von Staatsanwältin Heike Meeuw-Wilken allerdings dem Vernehmen nach in den wesentlichen Punkten bestätigt, so dass Aussage gegen Aussage steht.

Der über lange Zeit arbeitslose Vater hatte demnach die Abwesenheit der als Krankenschwester im Schichtdienst arbeitenden Mutter genutzt, um das Kind zu sich ins Bett zu holen und bis auf den Schlüpfer zu entkleiden. Dann habe er die Tochter am ganzen Körper gestreichelt – auch in den „Tabuzonen“ – und fortwährend geküsst.

Zudem hatte der mittlerweile nach Berlin umgezogene Vater eine Überwachungskamera im Kinderzimmer installiert.

Zuhause blieb der Missbrauch unbemerkt und endete erst mit dem Auszug von Mutter und Tochter. Während einer Kur offenbarte sich die verhaltensauffällige Jugendliche dann einer Psychologin.

Das Verfahren wird am 18. April mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt.

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