Missbrauch: Täter meist aus der Familie

Hersfeld-Rotenburg. Mehr als 100 Mal soll ein Musiklehrer aus Neuenstein zwei seiner Schüler sexuell belästigt haben. Seit heute muss er sich vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts Fulda verantworten.

Wie in diesem Fall findet der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg meist im nahen persönlichen Umfeld der Opfer statt, häufig innerhalb der Familie. Das erklärt Dieter Willhardt, der Leiter der Kriminalinspektion Hersfeld-Rotenburg, auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Täter nutzen dabei in der Regel ein bestehendes Vertrauensverhältnis aus. „Dadurch wird eine wirksame Prävention erschwert“, hat Willhardt festgestellt. Etwa 30 bis 40 Fälle von Missbrauch werden jedes Jahr angezeigt und von der Kriminalpolizei bearbeitet. Eine Steigerung ist dabei nach Willhardts Angaben in den vergangenen fünf Jahren nicht erkennbar.

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