Wochenend-Porträt: Andrea Zimmermann ist neue Schulleiterin an der Geistalschule

Mischung muss stimmen

Andrea Zimmermann ist die neue Schulleiterin an der Gesamtschule Geistal in Bad Hersfeld. Foto: nh

Bad Hersfeld. Schule für alle Schüler machen, das ist Andrea Zimmermann ein Anliegen. Seit Beginn des Schuljahres ist sie die neue Schulleiterin an der Gesamtschule Geistal in Bad Hersfeld.

Ihren neuen Arbeitsplatz kennt Andrea Zimmermann gut. Nach dem Studium hat sie von 1993 bis 1995 ihr Referendariat hier und an der Modellschule Obersberg abgeleistet. Und in den vergangenen Jahren hat sie immer wieder einmal an der Geistalschule unterrichtet.

Vom Konzept der Integrierten Gesamtschule ist Andrea Zimmermann überzeugt. Sie schätzt die Breite des Angebots das die Schule bietet und die Vielfalt der Begabungen, die die Schülerinnen und Schüler mitbringen. Aber sie weiß auch: „Nur wenn die Mischung stimmt, ist längeres gemeinsames Lernen für alle Kinder profitabel.“ Die Geistalschule biete hier eine ganze Menge, erklärt sie. Unter anderem verfüge die Schule über das Gütesiegel Berufs- und Studienorientiereun sowie über das Gütesiegel Hochbegabung.

Individuell fördern

Wie man jedes Kind individuell fördert, wie Unterricht so gestaltet werden kann, dass Schüler unterschiedlicher Begabungen angesprochen werden, das ist in den vergangenen Jahren einer der Schwerpunkt von Andrea Zimmermann gewesen. Am Studienseminar in Fulda war sie zuständig für die Ausbildung der Referendare im Fach Deutsch und für DFB. Diese Abkürzung steht für Diagnostizieren, Fördern und Beurteilen, erläutert Zimmermann, der es immer ein besonderes Anliegen war, den jungen Lehrern zu vermitteln, vor allem auf die Talente der Kinder und Jugendlichen zu achten und nicht so sehr ihre Defizite in den Vordergrund zu stellen.

Für ihre neue Aufgabe bringt Andrea Zimmermann jede Menge Ideen mit. Die hat sie vor allem während ihrer Zeit als Ausbilderin an zahlreichen Schulen in Ost- und Nordhessen oder auf Fortbildungen gesammelt. Überstülpen will sie der Schule jedoch nichts. Erst einmal will sie sich mit den Bedingungen vor Ort vertraut machen und dann gemeinsam mit der ganzen Schulgemeinde über Veränderungen nachdenken.

„Die Spielräume, die man so hat, muss man bestmöglich ausnutzen“, sagt Andrea Zimmermann. „Aber diese Spielräume kenne ich hier noch nicht alle“, räumt sie ein.

Auf jeden Fall ist sie überzeugt, dass Abwechslung sinnvoll ist. Sowohl für sich selber, um nicht zu sehr in Routine zu verfallen als auch für die Schule, wenn sie Impulse von außen erhält. „Es ist wichtig, sich neuen Herausforderungen zu stellen“, sagt Andrea Zimmermann. Dass sie die Wunschkandidatin der Schule ist, dass die neue Aufgabe an sie herangetragen und dass sie herzlich aufgenommen wurde, das alles erleichtert ihr den Start. Im Umgang mit Lehrkräften, Eltern und Schülern setzt sie auf Offenheit und Kommunikation. Zweifel und Kritik sollen offen geäußert werden, wünscht sie sich – und natürlich auch Anerkennung.

An der Geistalschule schätzt sie besonders die angenehme Atmosphäre und das menschliche Miteinander, sowohl im Kollegium als auch mit den Schülern. Dennoch ist ihr klar, dass sich Konflikte nicht vermeiden lassen werden. „Es geht erst einmal darum, den Konsens zu suchen und bestehende Probleme zu lösen“, sagt sie.

Von Christine Zacharias

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