Auf die Hundertwasser-Ausstellung im Rotenburger Museum folgt spanischer Künstler

Miró ab Juni im Muzkkka

Dieses Motiv von Miró wird auf die Ausstellung im Rotenburger Muzkkka hinweisen. Es ist auch das Deckblatt eines Kalenders mit Werken des berühmten Malers. Repro: Mayer/nh

ROTENBURG. Mit einer weiteren hochkarätigen Ausstellung lockt das Muzkkka ab dem 7. Juni nach Rotenburg: Joan Miró folgt auf die zurzeit noch sehr erfolgreich laufende Schau „Hundertwasser & Hasegawa - Orient und Okzident“.

„Ich bin hoch erfreut, nach Dalí, Chagall und Hundertwasser mit Miró einen weiteren der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts präsentieren zu können“, sagt Prof. Walther Keim, der Initiator des jungen Museums für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur. Damit setze man das Weltniveau fort, erklärte der Initiator des Muzkkka, das seit August 2009 Touristen und Kunstinteressierte nach Rotenburg zieht.

Wortkarger Einzelgänger

Joan Miró (1893 bis 1983) zeichne sich durch eine starke lyrische Zeichensprache aus. Prof. Keim spricht von einem poetischen System von Naturbeobachtung und magischer Bewertung der Dinge. Miró gehörte zu den Künstlern, die sich im Paris der 20-er Jahre zusammenfanden. Er galt als wortkarger Einzelgänger, der in der Welt der Träume zu Hause war.

Gezeigt werden etwa 100 Druckgrafiken aus der zweiten Lebenshälfte Mirós. Sie stammen von Richard H. Mayer (Bamberg), einem der größten Sammler Europas. Gezeigt werden außerdem farbenfrohe Werke des weißrussischen Künstlers Gennady Karabinskiy, Jahrgang 1955.

Ausstellung verlängert

Das Muzkkka habe inzwischen das Niveau eines mittelständischen Unternehmens erreicht, erklärten Prof. Keim und Assistentin Patricia Nell. Besonders gefragt ist die zurzeit laufende Ausstellung „Hasegawa & Hundertwasser“, die um eine Woche bis zum 21. Mai verlängert wird. Nicht nur Einzelbesucher, sondern auch zahlreiche Kinder und Jugendliche kommen, um die Schau zu sehen, so etwa Schulklassen aus Heringen und Schenklengsfeld, auch die Kinder-Workshops finden großen Anklang, berichtet Patricia Nell. Die Workshops finden jeden dritten Samstag im Monat statt.

An sechs Tagen offen

Das Muzkkka ist dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für die laufende Ausstellung beträgt neun Euro, ermäßigt 7,50 Euro, für Kinder vier Euro. Die Familienkarte kostet 20 Euro. Auch Führungen werden angeboten.

Informationen unter Telefon 06623 / 9148514 oder im Internet www.muzkkka.de

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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