Windkraft-Projektierer im Kreis warten auf Konkretes aus Berlin

Ministerplan stößt auf Skepsis und Ablehnung

Hersfeld-Rotenburg. Die Eckpunkte von Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel zur Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) haben bei im Kreis Hersfeld-Rotenburg aktiven Windkraft-Projektierern Skepsis und Ablehnung ausgelöst. Konsequenzen für konkrete Projekte werden zurzeit allerdings nicht in Betracht gezogen.

Die Sprecher von Abo- Wind, Juwi und PNE Wind sind sich darin einig, dass Gabriels Pläne noch nicht konkret genug für eine detaillierte Bewertung seien. Abo- Wind ist Projektierer am Bad Hersfelder Wehneberg, Juwi ist Projektplaner für die Stadt Rotenburg und bewirbt sich auch um den Zuschlag der Gemeinde Cornberg, da Grundstücke beider Kommunen an der für Windkraftanlagen vorgesehenen Franzosenstraße liegen, PNE Wind ist ebenfalls in Cornberg aktiv.

„Wenn die Pläne eins zu eins umgesetzt würden, wären viele Projekte nicht mehr umzusetzen“, befürchtet Michael Löhr, Pressesprecher von Juwi. Mit einer Vergütung von 9 Cent pro Kilowattstunde könne man leben, die Frage sei, für wie lange sie garantiert werde.

Schon jetzt liege die Einspeisevergütung für Windkraftanlagen an Land bei 8,66 Cent, darauf weist PNE-Sprecher Rainer Heinsohn hin. Er sieht Gabriels Pläne noch für zu allgemein an, um sie konkret einschätzen zu können. Sobald Details bekannt würden, werde PNE alle Projekte noch einmal untersuchen: „Auf den Prüfstand müssen sie, aber die Konditionen kennen wir noch nicht.“ Es gebe aber keine Mindestgrenze der Vergütung, unter der sich Windkraft pauschal nicht mehr rentieren würde.

Details fehlen

Auch Alexander Koffka von Abo-Wind fehlen noch viele Details für eine abschließende Bewertung. Eine Lösung für steigende Strompreise und die Energiewende sieht er in Gabriels Plänen nicht.

Von Silke Schäfer-Marg und Marcus Janz

Kommentare