Fuldaer Rhön-Energie zieht positive Bilanz der Fusion und des Geschäftsjahrs 2014

18 Millionen Überschuss

Zogen Bilanz: Bei der Tagung des Trägerausschusses (von links): die Geschäftsführer Martin Heun und Günter Bury, Ausschussvorsitzender Franz Rupprecht sowie die Aufsichtsräte Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller, Fuldas Landrat Bernd Woide, Fuldas Erster Kreisbeigeordneter Heiko Wingenfeld und Christina Schmitt vom Kreis Hersfeld-Rotenburg. Foto: Daniela Petersen

Fulda/Bad Hersfeld. Es gab wenig Diskussionen unter den Politikern, viele gute Nachrichten und eine schlechte: Durch die Fusion werden bei der Rhön-Energie Fulda und der Osthessen-Netz bis zum Jahr 2021 insgesamt 95 Vollzeitstellen abgebaut. Wie Geschäftsführer Martin Heun auf Nachfrage erklärte, gehen einige Mitarbeiter in Ruhestand, deren Stellen dann nicht wieder besetzt werden. Außerdem werden Arbeiten zukünftig umverteilt.

Die Fusion sei jedoch gut abgelaufen. „Bei mehr als 1000 Mitarbeitern an mehreren Standorten waren die Umzüge eine Mammutaufgabe“, berichtete der Sprecher der Geschäftsführung, Günter Bury.

Strompreise sinken

Gute Nachrichten hatte Bury beim Thema Drohverlustrückstellungen zu vermelden: „Für das Jahr 2014 fallen diese Rückstellungen der Rhön-Energie deutlich geringer aus als im Vorjahr.“ Mussten zum 31. Dezember 2013 Drohverlustrückstellungen in Höhe von 51,8 Millionen Euro ausgewiesen werden, sind es Ende 2014 noch 36,3 Millionen Euro. „Das ist ein Rückgang um 15,5 Millionen Euro und damit eine sehr gute Nachricht“, betonte er. Als einen Grund für diese Entwicklung nannte der Geschäftsführer das Auslaufen eines langfristigen Strombezugsvertrages mit Eon zum 31. Dezember 2016. Außerdem sei davon auszugehen, dass sich das Niveau der Drohverlustrückstellungen ab 2017 bei rund 15 Millionen Euro stabilisieren werde.

„Ein Betrag dieser Größenordnung kann vom operativen Ergebnis der Rhön-Energie Fulda getragen werden.“ Insgesamt schreibt die Rhön-Energie für 2014 gute Zahlen. Das Unternehmen erwirtschaftete bei einem Umsatz von rund 494 Millionen Euro einen Überschuss von fast 18 Millionen Euro – 12,5 Millionen Euro sollen an die Gesellschafter Landkreis und Stadt Fulda, Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie die Thüga ausgeschüttet werden. Aus den übrigen 5,44 Millionen Euro werden Rücklagen gebildet. Auch beim Thema Strompreis gibt es für die Kunden gute Neuigkeiten: Die Preise sinken ab April 2015. Für einen Kunden mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden bedeutet dies eine jährliche Ersparnis von 14,16 Euro.

Insgesamt hat der Versorger im vergangenen Jahr 3,73 Milliarden Kilowattstunden Strom verkauft 2013 waren es 3,86 Milliarden. Beim Gas waren es 3,29 Milliarden Kilowattstunden (2014) im Vergleich zu 3,23 Milliarden (2013) Die Rhön-Energie-Unternehmensgruppe betreibt in Teilen der Gemeinden Hohenroda und Haunetal das Stromnetz sowie mehrere Buslinien im Altkreis Hersfeld.

Von Daniela Petersen

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