Millionen-Defizit in Bad Hersfelder Haushalt: Gebühren für Krippen, sparen bei den Festspielen

Bad Hersfeld. Nach fast fünf-stündiger leidenschaftlicher Debatte hat das Bad Hersfelder Stadtparlament am Donnerstagabend den Haushalt in Höhe von 70,4 Millionen Euro für das Jahr 2014 beschlossen. Einzig die NBL stimmte wegen grundsätzlicher Bedenken gegen das Zahlenwerk.

Darin entfallen 57,4 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt mit den laufenden Ausgaben. Rund 13 Millionen Euro umfasst der Vermögenshaushalt, der Investitionen und Bautätigkeiten beinhaltet. Die Halbierung der Gewerbesteuereinnahmen um fast 9 Millionen Euro ist der Hauptgrund dafür, dass der Verwaltungshaushalt trotz aller Sparbemühungen ein Defizit von 7,73 Millionen Euro ausweist.

Um den defizitären Haushalt genehmigt zu bekommen, wurde ein Haushaltssicherungkonzept für 2015 bis 2017 mit verschiedenen Sparmaßnehmen beschlossen. Der Etat der Festspiele für 2014 in Höhe von 5,158 Millionen Euro wurde dennoch leicht erhöht, soll aber in den nächsten drei Jahren um jeweils 400 000 Euro gekürzt werden.

Für Kinderkrippen sollen künftig Gebühren eingeführt werden. Sie orientieren sich in der Höhe an den Gebühren, die bislang schon im Kindergartenbereich (also von 3 bis 6 Jahre) bestehen. Das bisher unentgeldlich Mittagessen für die Kinder wird nun in allen Einrichtungen kostenpflichtig und soll pro Mittagessen 2 Euro kosten.

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