Neuartige Computer-Software in Bad Hersfeld vorgestellt

„Mika“ findet den passenden Mietpreis

Hersfeld-Rotenburg. Mit einer eigens entwickelten Computersoftware namens „Mika“ hilft das Amt für Bodenmanagement Homberg  Mietern und Vermietern im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bei der Suche nach einem realistischen Mietpreis.

„Unser Programm kann zwar einen Mietspiegel nicht ersetzen, ist aber eine Orientierungshilfe für die Ermittlung einer durchschnittlichen Nettokaltmiete,“ erklärte der zuständige Abteilungsleiter Roland Peter jetzt bei der Vorstellung von „Mika“ in der Bad Hersfelder Außenstelle des Amtes. Der Name ist eine Abkürzung für „Mietwertkalkulator“.

Basis der von Peters Mitarbeiter Oliver Leitsch erstellten Software sind knapp 1200 Datensätze über Mietverhältnisse, die das Amt in seinem Zuständigkeitsbereich Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner gesammelt und ausgewertet hat. Unterfüttert werden sie durch die bereits für andere Zwecke ermittelten Bodenrichtwerte, so dass Roland Peter die von „Mika“ ermittelten Preisangaben als absolut realistisch einstuft.

Die Anwendung von „Mika“ ist denkbar einfach: Neben Ort und Gemarkung werden der Bodenrichtwert, das Baujahr des Hauses, der Standard der Ausstattung und die Wohnfläche eingegeben – und schon nennt das Programm die durchschnittliche Wohnraummiete für das so beschriebene Objekt.

Zwar haben die statistisch abgeleiteten „Mika“-Ergebnisse (noch) keine rechtliche Verbindlichkeit wie der in Großstädten übliche Mietspiegel, doch auch „Mika“ diente der Justiz bereits als Entscheidungshilfe.

Und ein Erfolg ist „Mika“ schon jetzt: Mittlerweile haben auch benachbarte Ämter die Software für ihre Zuständigkeitsbereiche übernommen.

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