Sozialdienst katholischer Frauen startet neues Projekt in der Außenstelle Bad Hersfeld

Migrantinnen zur Seite stehen

Neues Projekt: Der SkF hilft Migrantinnen in Bad Hersfeld. Foto: nh

Bad Hersfeld. Vor wenigen Wochen hat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Fulda in seiner Außenstelle in Bad Hersfeld ein neues Projekt „Migrantin für Migrantinnen“ gestartet: Helen Araya unterstützt mit großem Erfolg das Team der Schwangerenberatung, insbesondere Frauen aus Eritrea.

Araya wurde auch in Eritrea geboren und lebt seit zehn Jahren in Deutschland. Im Jahr 2009 konnte sie die Ausbildung zur Sozialassistentin erfolgreich beenden. Araya spricht fließend Deutsch, Tigrina – die Hauptsprache in Eritrea – sowie Arabisch und Englisch. Die Zahl der Flüchtlinge im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nimmt stetig zu. Auch in die SkF-Schwangerenberatung kamen und kommen immer mehr Frauen, die wenig bis kein Deutsch oder Englisch sprechen. Eine Beratung ist so nur schwer möglich und die Frauen können nur schwer an Hebammen vermittelt werden. Der Bedarf an Begleitung zu Ärzten und Behörden sei groß, weil es wegen der Sprachschwierigkeiten häufig zu Missverständnissen kam.

Über eine Ehrenamtliche des SkF wurde der Kontakt zu Helen Araya ermöglicht, und die Projektidee zur Unterstützung für schwangere Frauen und Familien mit kleinen Kindern aus Eritrea und dem arabischen Raum war geboren. Die Stiftung des SkF der Diözese Fulda hat das Projekt schnell und unbürokratisch mit einer Anschubfinanzierung auf den Weg gebracht.

So hat Araya in den ersten zwei Monaten des Projektes schon viele schwangere afrikanische Frauen bei Behördengängen und Arztbesuchen begleitet, hat Kontakte zu Hebammen geknüpft und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des SkF unterstützt. Sogar bei zwei Geburten im Klinikum Bad Hersfeld hat sie Klientinnen begleitet. „Ärzte und Pflegepersonal waren sehr dankbar für diese Unterstützung“, betont Andrea Zentgraf, Mitarbeiterin der Hersfelder Außenstelle.

Vorrangig werden schwangere Frauen und Familien mit kleinen Kindern unterstützt, doch „die Hilfe von Helen Araya können alle Einrichtungen, Beratungsstellen, Kirchengemeinden und Behörden des Landkreises in Anspruch nehmen, die mit Flüchtlingen aus Eritrea arbeiten und in Kontakt sind“, erläutert Ursula Schmitt, Vorsitzende des SkF Fulda. (red/cge) • Beratungsstelle des SkF Bad Hersfeld, Am Markt 19, Telefon 06621/172640 Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr oder per Mail über badhersfeld@skf-fulda.de

Kommentare