Quadratmeter Wohnraum kostet im Durchschnitt vier Euro

Mietpreise im Kreis bleiben stabil

Hersfeld-Rotenburg. In deutschen Großstädten klagen Mieter über kaum noch zu bezahlende Wohnungen. „Zum Glück ist der Mietmarkt in ganz Deutschland unterschiedlich“, sagt Rechtsanwalt Ingo Groß, Geschäftsführer vom Mieterbund Nordhessen. Für den Kreis Hersfeld-Rotenburg sieht Groß die Lage noch entspannt.

„Zentral ist Kassel, dort ist ein Anstieg der Mietpreise zu spüren. In ländlichen Gebieten ist nicht mit einem Anstieg zu rechnen“, erklärt der Rechtsanwalt. Wenn doch, könnten Mieten in attraktiven Lagen Bad Hersfelds leicht steigen. „Auf jeden Fall ist die Zeit, in der die Preise gefallen sind vorbei.“

Auch Roland Peter, Vorsitzender der Gutachterausschuss beim Amt für Bodenmanagement, kann bestätigen, dass die Mietpreise im Landkreis stabil geblieben sind. „Die Kaltmiete beträgt pro Quadratmeter durchschnittlich vier Euro“, sagt Peter. Allerdings kann er keine repräsentativen Daten nennen. „Mieten müssen ja nicht verpflichtend gemeldet werden.“

Groß und Peter nennen als Grund für die niedrigen Mietpreise den demografischen Wandel. Da die Bevölkerung auf dem Land immer weiter abnimmt, stehe dort ausreichend Wohnraum zur Verfügung. „In Bad Hersfeld sieht das ein wenig anders aus, aber dort sind auch keine extremen Mieterhöhungen zu erwarten“, erklärt Peter. Allerdings gibt es immer mehr Ein-Personen-Haushalte, wodurch kleine Wohnungen gefragter sind, als große.

Laut Internetportal immowelt.de müssen Mieter in Bad Hersfeld für den Quadratmeter bis zu 10,91 Euro (bei Wohnungen unter 40 Quadratmeter) zahlen. Deutlich günstiger sind nach Online-Angaben die Wohnungen in Rotenburg (zwischen 3,29 und 5 Euro) und Bebra (3,65 bis 5,02 Euro).

Eine Unwägbarkeit bleibt beim Mietpreis: Das sind die Nebenkosten (unter anderem für Gas, Wasser, Strom). Deren Veränderungen bekommen – je nach Gemeinde – dann auch die Mieter im Kreis zu spüren. Hintergrund, Zum Tage

Von Claudia Stehr

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