Hessischer SPD-Generalsekretär holt Spitzenergebnis bei Delegiertenkonferenz

Michael Roth kandidiert wieder für die SPD

Sitzen beide seit 1998 für die SPD im Bundestag: Sebastian Edathy (links) und Michael Roth bei der Delegiertenkonferenz im Bürgerhaus Sontra. Foto: Janz

Sontra. Michael Roth tritt erneut bei der Bundestagswahl an. Der hessische SPD-Generalsekretär wurde von seiner Partei erneut für den Wahlkreis 170 (Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner) nominiert. Ohne Gegenkandidat erhielt er 97,8 Prozent der Stimmen

Im Bürgerhaus Sontra sprachen sich 136 Delegierte für Roth aus, bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung. „Das ist das beste Ergebnis, das ich jemals bekommen habe – jedenfalls von euch“, rief der 42-Jährige den Genossen zu.

Roth, der den Wahlkreis seit 1998 im Bundestag vertritt, war der einzige Kandidat. Er warb bei den Delegierten kämpferisch um jede Stimme und bat um Verständnis, dass er sich aufgrund seiner Ämter nicht häufiger in den Ortsvereinen sehen lassen könne. Die übrigen Redner griffen diesen Kritikpunkt allerdings nicht auf und stimmten in ein langes Loblied auf Roth ein.

Prominenter Gast war der niedersächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy, der den Vorsitz im Untersuchungsausschuss zur NSU-Mordserie hat. Hauptaufgabe sei es zu klären, wie die Zwickauer Zelle so lange morden konnte, ohne dass die Behörden darauf aufmerksam geworden sind, sagte Edathy.

Er lobte ausdrücklich die parteiübergreifende Zusammenarbeit bei der Aufklärungsarbeit: „Wir wollen nicht, dass der Untersuchungsausschuss zum politischen Kampfinstrument wird, sondern gemeinsam für den Rechtsstaat streiten. Das klappt bisher sehr gut.“ (mcj)

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