Protest-Auftakt vor Bebraer Continental-Werk

IG Metall fordert mehr Gerechtigkeit

Bebra. Rund 400 Beschäftigte des Continental Werks haben am Donnerstagmittag in Bebra für einen Kurswechsel in Politik und Wirtschaft demonstriert. Sie versammelten sich unter den Fahnen der IG Metall vor dem Werkstor.

„Es muss sich etwas grundlegend ändern in diesem Land“, rief IG Metall-Sekretärin Elke Volkmann ihren Kolleginnen und Kollegen zu. In ihrer Rede kritisierte Volkmann die Bundesregierung scharf: „Die machen Politik für die Großverdiener, für die Arbeitgeber, für Bankiers und die Pharmaindustrie“, sagte Volkmann.

Es sei noch nie so deutlich geworden, wie einseitig die Politik der Bundesregierung ausgerichtet sei. Schwarz-Gelb betreibe damit letztlich die Spaltung der Gesellschaft und habe nichts aus der Wirtschaftskrise gelernt, erklärte die Gewerkschafterin. Lohndrückerei, Privatisierung und Deregulierung seien die Rezepte von gestern, aber sie würden unverändert umgesetzt.

Eine der schlimmsten Entwicklungen sei die ungebremste Ausdehnung der Leiharbeit, sagte Volkmann. „Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie der Ausbreitung dieser Ausbeuterei endlich Grenzen setzt“, forderte sie. Gestoppt werden müsse auch die Rente mit 67, weil sie unsozial sei. Die IG Metall will unter dem Motto „Gerecht geht anders“ zu weiteren Protestveranstaltungen und Demonstrationen aufrufen. Ziel sei es, sich so für einen Kurswechsel einzusetzen. (pgo)

Kommentare