Hobby-Astronomen hatten Teleskope aufgestellt

Merkur vor der Sonne: Naturschauspiel vom Schilde-Park aus beobachtet

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THM-Student Leon Seuffert (vorn) ließ sich das Naturschauspiel von Martin Blackert erklären.

Bad Hersfeld. Die Gelegenheit, ein seltenes Naturschauspiel zu beobachten, bot sich am Montag im Bad Hersfelder Schilde-Park.

Dort hatten die Hobby-Astronomen Andreas Hildebrand aus Reilos, Kurt Tiede aus Tann und Martin Blackert aus Schwarzenhasel zwei Linsenfernrohre und ein Spiegelfernrohr mit entsprechendem Sonnenfilter aufgebaut, durch die Interessierte gefahrlos einen Blick in den Himmel werfen durften.

Von 13.12 Uhr bis zum Abend überquerte der kleinste Planet Merkur in seiner Umlaufbahn die Sonnenscheibe. Immer wieder machten Neugierige Halt bei den Sternfreunden vor dem "wortreich", besonders groß war der Andrang aber nicht - was vermutlich am Wochentag und am schönen Wetter, das zum Sonnen und Bummeln einlud, lag.

Merkur vor der Sonne

Im Laufe des Tages gelang Sternfreund Kurt Tiede auch ein Foto des Naturschauspiels. Dazu erklärt er:

"Die Sonne ist sehr stark vergrößert und man sieht nur einen Ausschnitt. Am rechten oberen Bildrand sieht man einen Sonnenfleck, das ist eine Störungszone in der Sonnenoberfläche. Am linken Rand ist ein winziges schwarzes Scheibchen zu sehen, das ist der Planet Merkur, der zwischen 13 und 21 Uhr vor der Sonne vorbeizieht. Sehr deutlich sind die Größen zu erkennen. In die Störungszone des Sonnenflecks würde die gesamte Erde verschwinden. Dazu im Größenverhältnis der Merkur, der nur etwa halb so groß wie die Erde ist."

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