Lieblingsorte: CDU-Landtagskandidat Andreas Rey schätzt die Currywurstbude

Auf Menschen zugehen

Pause: Als Mittagsimbiss genehmigt sich Andreas Rey schon mal eine Currywurst. Noch mehr schätzt er die Gespräche, die sich an der Wurstbude ergeben. Foto: Eisenberg

Bad Hersfeld. „Natürlich hätte ich mir auch irgend einen spektakulären Ort aussuchen können. Aber das würde einfach nicht zu mir passen“, ist sich Andreas Rey sicher. Zum Gespräch mit der HZ hat sich der CDU-Landtagskandidat deshalb am Bratwurststand an der Bad Hersfelder Klausstraße auf eine Currywurst verabredet.

Die gönne er sich – obwohl nicht unbedingt das gesündeste Mittagessen – gerne in der Mittagspause. Mindestens genauso wie den herzhaften Imbiss schätzt der 34-Jährige die Wurstbude als Treffpunkt um mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Diese Gespräche seien ihm wichtig, um sich als Kandidat vorzustellen, aber auch um mitzubekommen, was die Bevölkerung bewegt.

„Ich kann nicht erwarten, dass die Leute auf mich zukommen, ich muss auf sie zugehen“, betont Andreas Rey. Sieben Tage in der Woche ist Rey deshalb in Sachen Wahlkampf unterwegs, der Tacho seines Wahlkampfmobils zeigt nach nur dreieinhalb Wochen schon über 5000 Kilometer. Auf der CDU-Landesliste steht Rey auf dem unsicheren Listenplatz 51 – das Direktmandat ist für den 34-Jährigen daher der einzig mögliche Weg in den Landtag.

Rey setzt auf eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition Und wirbt dafür, dass der Wahlkreis wieder mit zwei Abgeordneten im Landtag vertreten ist. Um als Kandidat, der bisher kein Mandat hatte, bekannt zu werden, hätten ihm die Wahlplakate sehr geholfen, betont er. Um den Frühstart der Plakatierung und eine mündliche Zusage der Stadt Bad Hersfeld hatte es einige Irritationen gegeben. „Hätte ich das geahnt, hätten wir später angefangen“, sagt Rey rückblickend.

Nicht nur in Sachen Wahlkampf ist Rey viel unterwegs. Seit er vor sieben Jahren Geschäftsführer der CDU Hersfeld-Rotenburg wurde, pendelt er zwischen der Festspielstadt und seinem Wohnort Wartenberg im Vogelsbergkreis.

„Nach der Wahl werde ich umziehen“, betont der 34-Jährige. Weil er Wohneigentum besitze, gehe das nicht von heute auf morgen. Als auswärtiger Kandidat sieht sich Rey nicht. Nach sieben Jahren als CDU-Geschäftsführer mit zahlreichen Terminen im Kreis fühle er sich hier heimisch, sei manchmal nur noch zum Schlafen in Wartenberg.

Helmut Kohl als Kanzler der Einheit sei es gewesen, der ihn beeindruckt und für die Politik begeistert habe.

Er wolle Abgeordneter für alle Bürger sein, viele Themen seien deshalb vorgegeben. Als eigenen Schwerpunkt nennt Rey die Wirtschaftspolitik. Hier gelte es, die Mittelschicht zu stärken. Einen flächendeckenden Mindestlohn hält Rey in diesem Zusammenhang für wenig zielführend. Gleichwohl: „Jeder soll von seiner Arbeit leben können“, betont er.

Sicherheit und Tierschutz

Wichtige Themen seien zudem die die innere Sicherheit sowie Tierschutz und artgerechte Tierhaltung. „Das war mir schon immer ein Anliegen. Genau aus dem Grund habe ich im Moment auch keinen Hund. Ich hätte einfach nicht genügend Zeit“, betont der 34-Jährige. Ihm sei natürlich klar, dass sich ein Fraktionsneuling seine Arbeitsfelder nicht immer aussuchen könne.

In seiner Freizeit treffe man ihn „schonmal morgens um 7 Uhr im Geistalbad“. Wenn die Zeit ausreiche, gehe er zudem ins Fitnessstudio und laufen. Eine weitere Leidenschaft des Vogelsbergers ist die Musik: Als Gitarrist spielt Rey in der Coverband Copyright hauptsächlich Musik der 80er und 90er Jahre. Zudem koche er gerne, schätze die französische oder mediterrane Küche. „Und ich maße mir an, es gut zu können“, scherzt er. Bratwurst, gibt Rey zu, könne er nach den vielen Wahlkampfauftritten nicht mehr sehen. Einzige Ausnahme: Eine Currywurst an der Bude. Die darf es zwischendurch gerne mal sein.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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